CC4F-Newsletter September 2025

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Herzlich willkommen zur neusten Ausgabe. Diese informiert Sie über regio-lokale Entwicklungen der sozial-ökologischen Transformationsprozesse aus christlicher Perspektive.

Editoral: Ein gesundes Klima als Menschenrecht

Lange Zeit war der Begriff der Menschenrechte eng verbunden mit akuten, sichtbaren Gefahren: Folter, Hunger, politische Verfolgung. Doch am 23. Juli 2025 hat der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag eine Weichenstellung vorgenommen, die weit in die Zukunft reicht. Er erkannte das Recht auf eine „saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt“ als Menschenrecht an – und bestätigte die Pflicht der Staaten, ihre Treibhausgasemissionen wirksam zu begrenzen.
Damit werden Emissionen nicht mehr nur als politische Herausforderung betrachtet, sondern können als „international rechtswidrige Handlung“ gelten – mit möglichen Reparationsforderungen als Konsequenz. Klimapolitik ist damit nicht länger allein Sache nationaler Prioritäten, sondern eine globale Pflicht.

Verantwortung für die Ungeborenen

Besonders bedeutsam ist der Fokus des Urteils auf kommende Generationen. Der IGH betont die Verpflichtung, mit „strengster Sorgfalt“ das Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze zu verhindern – nicht mehr nur als vages politisches Ziel, sondern als rechtlich verbindlichen Maßstab. Auch private Akteure werden nicht ausgenommen: Staaten tragen Verantwortung dafür, Unternehmen zu regulieren, die den Klimawandel vorantreiben.
Noch ist dieses Gutachten nicht völkerrechtlich bindend. Doch seine Wirkungskraft ist unübersehbar. Für besonders bedrohte Staaten, etwa kleine Inseln im Pazifik, eröffnet es neue Möglichkeiten, juristisch gegen Verursacher vorzugehen. Vor allem aber markiert es einen Wendepunkt: Der Schutz des Klimas wird zum Kernbereich der Menschenrechte.

Die Last der kommenden Generationen
Die wissenschaftlichen Daten zeichnen ein bedrückendes Bild. Kinder, die im Jahr 2020 geboren wurden, werden zwei- bis siebenmal häufiger von extremen Wetterereignissen betroffen sein als Menschen, die 1960 zur Welt kamen. Bei einer Erwärmung von 2,7 Grad bis 2100 – das entspricht in etwa den derzeitigen politischen Zusagen – drohen mehr Hitzewellen, Dürren, Brände, Überschwemmungen und Ernteausfälle. Steigt die Erwärmung auf 3,5 Grad, werden 92 Prozent der heute Fünfjährigen in ihrem Leben tödliche Hitzewellen erleben, 29 Prozent massive Ernteausfälle und 14 Prozent Überschwemmungen. Besonders bitter: Am härtesten trifft es jene Regionen, die am wenigsten zum Ausstoß beigetragen haben – die ärmsten Länder der Welt. Was als ökologische Vernunft begann, zeigt sich nun als menschenrechtliche Notwendigkeit.

Mehr als Recht: eine moralische Pflicht

Neben der juristischen Dimension steht die moralische. Nicht nur aus christlicher Perspektive gilt die Verpflichtung, die Erde als gemeinsame Lebensgrundlage weiterzugeben. Freiheit und Wohlstand von heute dürfen nicht auf Kosten der Lebenschancen von morgen organisiert werden. Das Menschenrecht auf ein gesundes Klima ist kein verhandelbares Gut – sondern ein Auftrag, den wir den kommenden Generationen schulden.



In der Veröffentlichung von Grant, L. et al. (2025) können Sie sich detaillierter über die zu befürchtenden Auswirkungen des Klimawandels auf die kommenden Generationen informieren: Mehr lesen

Zur Einordnung des IGH- Gutachtens können Sie sich hier weiter informieren: Mehr lesen

Besuchen Sie auch die Karikaturenausstellung und die Veranstaltungen der Schöpfungszeit, die sich neben dem Thema Klimagerechtigkeit in verschiedenen Aspekten auch Lösungsideen widmen!


5 Wochen das Leben spüren,
staunen & wirksam werden

vom 31.08. bis 05.10.25

Schöpfung mit allen Sinnen erleben, damit wir schützen, was wir lieben!

Infos zu dem Programm Mehr erfahren

Vertiefende Infos

„Kirche mischt sich ein!“ - Kirche als #Verständigungsort und Hoffnungsort

Do. 4. Sep. 18 Uhr, Podiumsdiskussion über Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit

Wir sind Teil der Initiative #VerständigungsOrte www.mi-di.de/verstaendigungsorte

Unter dem Titel „Kirche mischt sich ein! – Frieden, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit – Hoffnungsbotschaften in der Transformation“ laden kirchliche und zivilgesellschaftliche Organisationen aus Soest zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion ein. Die Veranstaltung findet am Donnersteg, den 04. September ab 18:00 Uhr auf …

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Mit der Kirchenkutsche auf Werbetour

Blickfang der EKvW bis zum 14.09. in Soest: Werbeträger, Transportrad und Personenbeförderung

Die Kirchenkutsche ist ein Projekt der EKvW, das auf einem Rahmenvertrag mit dem Lastenradhersteller Radkutsche basiert. Die Kirchenkutsche lässt sich vielfältig für etablierte und neue Formen kirchlicher Arbeit einsetzen. Das Hauptziel der Kirchenkutsche ist die Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen in Kirchengemeinden. Die vielseitigen Konfigurationsmöglichkeiten der Kirchenkutsche ermöglicht eine breite …

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Ausblick

Klimastreik in Soest - Save the Date

Freitag 19.09.25: 18 Uhr Klimaandacht an der TinyChurch

Samstag 20.09. 2025 Klimastreik- in Soest

Jung und alt fordern die Regierenden auf mehr für den Klimaschutz zu tun https://fridaysforfuture.de/klimastreik/ Der bundesweite Klimastreik ruft uns alle auf die Straßen Der bundesweite Klimastreik ruft uns alle auf die Straßen, um für eine lebenswerte …

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