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CC4F-Newsletter August 2026

Herzlich willkommen zur neusten Ausgabe. Diese informiert Sie über regio-lokale Entwicklungen der sozial-ökologischen Transformationsprozesse aus christlicher Perspektive.
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Editoral: Prophetisch: heute. gestern. morgen.

Propheten haben ein Imageproblem. Man denkt an bärtige Männer in der Wüste, an drohende Stimmen und rätselhafte Vorhersagen. An Menschen, die wussten, was morgen geschieht. Doch die biblischen Propheten sahen nicht unbedingt weiter als ihre Zeitgenossen. Sie sahen genauer hin.
Amos sah den Wohlstand – und die Menschen, die dafür den Preis bezahlten. Jeremia sah die glänzenden Fassaden – und die Risse darunter. Jesaja sah eine Gesellschaft, die Gottesdienste feierte, während Recht und Gerechtigkeit vor der Tür warten mussten. Propheten störten den Frieden dort, wo er nur die Ruhe der Privilegierten war. Sie benannten Unrecht, widersprachen den Mächtigen und erinnerten die Menschen daran, dass eine andere Welt möglich war.
Prophetisch zu sein bedeutete deshalb nie nur, Unheil anzukündigen. Prophetinnen und Propheten warnten, weil sie Hoffnung hatten. Sie hielten ihrer Gegenwart einen Spiegel vor, damit die Zukunft nicht einfach eine Fortschreibung des Bestehenden blieb.

Die Gegenwart braucht prophetischen Widerspruch

Ihr Gestern ist erstaunlich gegenwärtig. Auch wir wissen längst, dass sich das Klima verändert, Arten verschwinden und natürliche Lebensgrundlagen bedroht sind. Wir kennen die Bilder brennender Wälder, überfluteter Städte und ausgetrockneter Böden. Es fehlt nicht an Informationen. Es fehlt häufig an jener unbequemen Verbindung von Wissen, Haltung und Handeln, die man prophetisch nennen könnte.
Doch genaues Hinsehen darf sich nicht auf ökologische Krisen beschränken. Es gilt auch dort, wo Menschen gegeneinander ausgespielt werden, wo Armut Chancen begrenzt, Hass gesellschaftsfähig wird oder demokratische Regeln an Zustimmung verlieren. Prophetisch zu handeln kann heißen, für Frieden und Menschenwürde einzutreten, Geflüchtete zu schützen, Kinder ernst zu nehmen oder soziale Ungleichheit nicht als Naturgesetz hinzunehmen.
Es kann auch heißen, Andersdenkenden zuzuhören, ohne jede Überzeugung aufzugeben. Denn gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht nicht dadurch, dass Unterschiede verschwinden, sondern dadurch, dass sie nicht zu Feindschaften werden.
Unter diesem übergeordneten Gedanken steht die Schöpfungszeit 2026 in Soest: prophetisch sein – heute, im Blick auf gestern und mit Verantwortung für morgen. Im September laden Gottesdienste, Vorträge, Musik, Gespräche und Mitmachaktionen dazu ein, die Bewahrung der Schöpfung mit Fragen nach Gerechtigkeit, Frieden und gesellschaftlichem Zusammenhalt zu verbinden. Drei Ausstellungen begleiten die Schöpfungszeit und eröffnen unterschiedliche Zugänge zu diesen Themen.

Am Tisch beginnt das Gespräch

Eine der drei Ausstellungen ist „PropheTisch – heute. gestern. morgen.“ der Katholischen Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz. Sie macht den prophetischen Leitgedanken zum Ausgangspunkt für Begegnung und Gespräch. Die Themen der Ausstellung werden auf Tischsets präsentiert, ergänzt durch Hintergrundinformationen, Denkanstöße und Handlungsideen. Gefragt wird unter anderem: Was ist Unrecht? Wozu ist Macht gut? Welche Hoffnung trägt mich? Wie können wir gemeinsam die Welt erneuern?
Das Wortspiel ist mehr als ein hübscher Titel. Der Tisch ist ein besonderer Ort. Menschen sitzen einander gegenüber. Sie müssen zuhören, Widerspruch aushalten und gelegentlich die eigene Gewissheit überprüfen. Ein Tisch schafft noch keine Gemeinschaft. Aber er eröffnet die Möglichkeit dazu.
Die Ausstellung will deshalb nicht nur von den Propheten der Vergangenheit erzählen. Sie fragt nach dem prophetischen Potenzial jedes Menschen: Was sehe ich, das nicht übersehen werden darf? Wo sollte ich widersprechen? Wofür lohnt es sich, meine Stimme zu erheben? Und wie kann aus Empörung Verantwortung werden?
Vielleicht ist genau das heute prophetisch: nicht am lautesten zu wissen, wie die Zukunft wird, sondern gemeinsam darum zu ringen, wie sie werden soll.
Die Schöpfungszeit 2026 lädt im September mit ihren Ausstellungen in Soester Kirchen und ihrem Veranstaltungsprogramm dazu ein. Sie ermutigt, genauer hinzusehen, miteinander ins Gespräch zu kommen und Hoffnung nicht nur zu bewahren, sondern wirksam werden zu lassen.
Prophetisch war gestern. Prophetisch ist heute. Und morgen? Das hängt auch von uns ab.

Mehr Infomationen zu den Veranstaltungen der Schöpfungszeit finden Sie hier Mehr lesen

Vertiefende Infos

Ausstellung: propheTisch

In der Schöpfungszeit 2026 in Soest prophetisch sein - in der Bibel ein bedeutsames, sprechendes Bild für eine gute Zukunft Prophetisch sind Worte und Aktionen, die etwas in Bewegung bringen, etwas verändern und erneuern wollen. Prophetinnen & Propheten sind Menschen, denen die Zukunft am Herzen liegt; deshalb beginnen sie zu reden, mitunter eindringlich und laut. Sie halten ihrer Zeit einen …

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Ausstellung: propheTisch

Ausstellung: Lass Blumen sprechen

In der Schöpfungszeit 2026 in Soest

Blumen der Bibel: Lilien und Lotusblüten, Rosen im Tal und Rosen unter Dornen – in der Bibel sind manche Blumen und über 100 Pflanzen erwähnt. Schon Moses beschrieb Palästina als „ein Land, darin Milch und Honig fließen“ (2. Mos 3,8). Ein Land, das vom Mittelmeer und seiner fruchtbaren Küstenebene mit üppigen Getreide- und Wildblumenfeldern, …

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Ausstellung: Lass Blumen sprechen

Ausstellung: Augenblick mal

Ausstellung: Augenblick mal
In der Schöpfungszeit 2026 in Soest BIBEL.WORTE.PRESSE.FOTOS

Die Wanderausstellung präsentiert am Boden auf Bild- und Texttafeln Pressefotos und Bibelworte. Die Fotos von unterschiedlichen Lebenssituationen treten in ein spannungsvolles Gegenüber zu biblischen Gedanken, Sprüchen, Verheißungen. „Überschriften“ und Bibeltexte geben in ihrer grafischen Gestaltung einen Aspekt des Bildes wieder. Die Ausstellung regt Blick- und Perspektivwechsel an. „Augenblick mal“ lädt ein zu Gesprächen über Gott und die Welt.Text …

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Wir gegen die - oder doch gemeinsam?

Wie wir gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken können

Mehr als drei Viertel der Bevölkerung in Deutschland nehmen die Gesellschaft derzeit als gespalten wahr. Krisen und wirtschaftliche Unsicherheiten verstärken dieses Empfinden. Zunehmende Polarisierung, eine wachsende Aggressivität im Miteinander sowie eine sinkende Toleranz gegenüber Vielfalt bereiten vielen Menschen Sorge. Gleichzeitig besteht eine große Sehnsucht nach mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Doch woher kommt diese Entwicklung und welche Möglichkeiten gibt es aus psychologischer Perspektive, den sozialen Zusammenhalt zu stärken? Und welchen Beitrag kann jede und jeder Einzelne leisten?
In dieser Veranstaltung erhalten Sie Einblicke in sozialpsychologische Mechanismen, die unser Denken und Verhalten innerhalb und zwischen Gruppen prägen. Darüber hinaus werden konkrete Ansatzpunkte aufgezeigt, die positive Veränderungen im gesellschaftlichen Miteinander unterstützen können.

Vortrag im Petrushaus, Petrikirchhof 1, Soest am 17. September 2026 von 19:00 - 20:30 Uhr

Wirkungsorientierung: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

Religiöse Botschaften für gesellschaftliche Relevanz und Resonanz
Sie wollen mit ihren Projekten Erfolg haben. Eigentlich selbstverständlich, sonst würden Sie sich nicht so ins Zeug legen. Um die positiven gesellschaftlichen Erfolge Ihrer Projektarbeit transparenter darstellen zu können, ist es hilfreich, stärker über die erzielten Wirkungen zu berichten. Das macht letztlich auch ein Fundraising effektiver.
In dieser Veranstaltung wird dargestellt, wie Wirkungsorientierung funktioniert, wie sie geplant und umgesetzt werden kann. Sie erhalten praxisnahe Einblicke am Beispiel der Kirchen. Sie diskutieren, ob die Wirkungsorientierung der Relevanzkrise der Kirchen entgegentreten kann. Die Kirchen wollen positive gesellschaftliche Veränderungen bewirken, das Gemeinwohl entwickeln. Lernen Sie von diesem Ergebnis her zu denken und so Ihren Fokus von Strukturen zu messbaren Wirkungen hin zu verschieben. Das stärkt Selbstverständnis und gesellschaftliche Relevanz.

Vortrag im Petrushaus, Petrikirchhof 1, Soest am 8. Oktober 2026 von 19:00 - 20:30 Uhr

Wandkalender Schöpfungszeit 2026 - über uns bestellen und Preisvorteil nutzen

Eine Welt. Eine Schöpfungszeit. Vom 1. September bis 4. Oktober Schöpfungszeit

Was können Gemeinden, Christ:innen, Kinder oder Familien konkret zur Bewahrung der (Mit-)Schöpfung beitragen? Eine ganze Menge! Inspirationen dafür bietet auch 2026 wieder unser Kalender zur Schöpfungszeit. Der großformatige Bildkalender erschient nun schon zum 6. Mal und findet immer mehr "Schöpfungs-Fans"! Er führt Tag für Tag durch die …

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Wandkalender Schöpfungszeit 2026 - über uns bestellen und Preisvorteil nutzen

Der 'Hoffnungsort: Schöpfungszeit' ist Preisträgerin

Westfälischer Schöpfungspreis 2026 der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW)

Pressemeldung 2026-07-05

Dem Projekt 'Hoffnungsort: Schöpfungszeit' des Arbeitskreis Kirche und Klima Soest wird der 3. Preis des Westfälischen Schöpfungspreises verliehen. Mit dem 'Hoffnungsort: Schöpfungszeit' ist es gelungen, Schöpfungsverantwortung über fünf Wochen hinweg öffentlich sichtbar, vielfältig und gemeinschaftlich erfahrbar zu machen, Zahlreiche Gruppen Initiativen und Kirchengemeinden wurden in …

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Der 'Hoffnungsort: Schöpfungszeit' ist Preisträgerin

Weitere Themen

Zuflucht geben – gemeinsam hoffen - Wanderausstellung zum Kirchenasyl

vom 27. Juli bis 30. Aug., St. Maria zur Wiese, Soest

Die Ausstellung „Zuflucht geben – gemeinsam hoffen“ zeigt die Perspektive von Geflüchteten, die im Kirchenasyl sind und waren. Neun Portrait-Fotos mit Texten über die Fluchtgeschichte und Erfahrungen von Familien und Einzelpersonen im Kirchenasyl sind auf Roll-Ups gedruckt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen also Menschen auf der Flucht, die ihre …

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Zuflucht geben – gemeinsam hoffen - Wanderausstellung zum Kirchenasyl

Fünf Jahre nach der Flut im Ahrtal: Erinnern heißt handeln

Fünf Jahre nach der Flut im Ahrtal: Erinnern heißt handeln
ein Kommentar von FJ Klausdeinken

Die Bilder aus dem Ahrtal haben sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt: zerstörte Häuser, fortgerissene Brücken, Menschen, die innerhalb weniger Stunden alles verloren haben. Mehr als 180 Menschen starben bei der Flutkatastrophe im Juli 2021. Die Trauer über dieses Unglück ist geblieben. Doch Erinnern allein reicht nicht. Wer der Opfer wirklich gedenken will, muss die …

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Wenn Hitze tötet - den gefährlichen Klimawandel wirksam bekämpfen

ein Kommentar von FJ Klausdeinken

Hitze tötet. Diese schlichte, brutale Wahrheit hat am 28. Juni ein erschütterndes Gesicht bekommen: 4.452 Menschen starben an diesem Tag in Deutschland – fast 1.900 mehr als statistisch zu erwarten gewesen wäre. Hinter diesen Zahlen stehen keine abstrakten Größen, sondern konkrete Schicksale. Der „superheiße Sonntag“ ist kein Ausreißer, sondern ein Menetekel. Der Klimawandel ist nicht …

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Lampedusa: Niemand ist ohne Verantwortung

Lampedusa: Niemand ist ohne Verantwortung
Anlässlich des Besuch des Papstes an der Porta d’Europa auf Lampedusa

Die kleine Mittelmeerinsel Lampedusa ist seit Jahren ein Brennpunkt europäischer Migrationspolitik – und zugleich ein Ort menschlicher Tragödien. Für viele Geflüchtete ist sie das erste Stück Europa, das sie erreichen. Für unzählige andere bleibt sie ein unerreichbares Ziel. Das Mittelmeer, einst Symbol für Austausch und Kultur, ist für viele …

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Impulse für Kirche mitten im Gemeinwesen

EKHN-Broschüre zum Sozialraum

Wie kann Kirche im Nachbarschaftsraum so präsent sein, dass sie wirklich mit dem Leben der Menschen vor Ort zu tun hat? Eine neue Handreichung der EKHN zur Sozialraum- und Gemeinwesenorientierung im Nachbarschaftsraum nähert sich dieser Frage aus einer klaren Perspektive: Sie lenkt den Blick weg von einzelnen Angeboten hin zu den Lebensrealitäten im Sozialraum – also dorthin, …

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subversiv menschlich - kleine Taten, große Wirkung

Menschlichkeit ist ansteckend - neue Webseite am Start https://subversiv-menschlich.de

Manchmal beginnt Veränderung nicht mit großen Parolen, sondern mit einem stillen Moment: Jemand bleibt stehen, hört zu, hilft. Genau dort setzt „subversiv menschlich“ an. Es geht um Geschichten, die zeigen, wie Menschlichkeit im Alltag wirkt – leise, aber kraftvoll. Geschichten, die Mut machen, selbst aktiv zu werden. Was diese Initiative besonders …

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Ausblick

Diözesanes Franziskusfest „800 Jahre einfach leben“

Fest des Erzbistums Paderborn am 12. September 2026 in Dortmund Es ist 800 Jahre her – Ein junger Mann sucht seinen Weg: Franziskus. Alles scheint glatt zu gehen, der Lebensweg klar und vorgebahnt. Durch eine Zeit der Gefangenschaft wird seine Sicherheit erschüttert: Ist das wirklich mein Weg? Karriere machen und sozial aufsteigen? Die Frage wird zur brennenden Suche und der Ahnung, dass …

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Diözesanes Franziskusfest „800 Jahre einfach leben“
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