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CC4F-Newsletter September 2026
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Herzlich willkommen zur neusten Ausgabe. Diese informiert Sie über regio-lokale Entwicklungen der sozial-ökologischen Transformationsprozesse aus christlicher Perspektive.
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Editorial: Dürre. Ein Sommerregen ist keine Entwarnung
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Es regnet. Endlich. Das Wasser läuft an den Fenstern herunter, die Regentonne füllt sich, der Rasen verliert dieses stumpfe Gelb, das nach aufgegebenem Sommer aussieht. Wer jetzt aus dem Fenster schaut, könnte meinen: Dürre? Vorbei.
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Manchmal genügt ein Regentag, damit wir vergessen, was unter unseren Füßen geschieht. Denn ein Boden hat ein längeres Gedächtnis als wir. Im Frühjahr 2026 fielen in Deutschland nur etwa 70 Prozent der langjährigen Niederschlagsmenge. Spätere Regenfälle durchfeuchteten regional den Oberboden, doch in tieferen Schichten blieb die Trockenheit bestehen. Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt: Oben kann es nass sein, während weiter unten Wasser fehlt. Ende August zeigt sich erneut, wie weit die Trockenheit inzwischen reicht. Auch in Deutschland nahmen die von Dürre betroffenen Gebiete wieder zu. Rhein und Donau führten außergewöhnlich wenig Wasser.
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Dürre ist nicht einfach die Zeit zwischen zwei Regenfällen. Sie entsteht langsam, verschwindet langsam – und reicht tiefer, als wir sehen können.
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Wenn Wassermangel im Alltag ankommt
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Am Rhein wurde in diesem August sichtbar, wie schnell aus einem Naturphänomen ein wirtschaftliches Problem wird. Die Pegel sanken auf historische Tiefstände. Bei Kaub fiel der Wasserstand zeitweise unter zehn Zentimeter. Frachtschiffe konnten nur einen Teil ihrer üblichen Ladung transportieren. Unternehmen mussten Transporte umorganisieren, die Frachtkosten stiegen.
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Die Folgen der Dürre reichen längst über Felder und Wälder hinaus. Sie verteuern Transporte, wenn Schiffe wegen niedriger Pegel weniger laden können, bremsen Produktionsabläufe und schlagen sich schließlich in Preisen nieder – etwa dann, wenn Ernten kleiner ausfallen und Bewässerung aufwendiger wird.
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Und sie treffen nicht alle gleich. Wer höhere Lebensmittel- oder Energiekosten problemlos bezahlen kann, erlebt ihre Folgen anders als eine Familie, die jeden Einkauf kalkuliert. Noch kommt in Deutschland selbstverständlich Wasser aus dem Hahn. Doch die Frage, wer wie viel Wasser wofür nutzen darf, dürfte künftig häufiger gestellt werden.
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Was uns miteinander verbindet
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Vielleicht ist diese Erfahrung älter, als wir denken. Bei Jeremia werden in einer Dürre die Zisternen leer, der Boden reißt auf, Menschen und Tiere leiden (Jer 14,1–6). Die Krise trifft nicht Einzelne. Sie legt offen, dass eine Gemeinschaft von denselben Lebensgrundlagen abhängt.
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Auch heute führt die Dürre deshalb zu einer Frage, die über Wetter und Wasserstände hinausgeht: Wie teilen wir eine Ressource, die lebensnotwendig, aber nicht unbegrenzt verfügbar ist? Wer darf wie viel verbrauchen? Wer trägt die Kosten der Anpassung? Und wer bezahlt dafür, wenn notwendiger Klimaschutz weiter verschoben wird?
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Bewahren, solange es noch möglich ist
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Eine unbequeme wissenschaftliche Erkenntnis kommt hinzu: Dürre hängt nicht nur davon ab, wie viel Regen fällt. Wärme entscheidet mit darüber, wie viel Wasser einer Landschaft entzogen wird. Eine 2024 in Nature Geoscience veröffentlichte Studie zur europäischen Dürre 2022 kam zu dem Ergebnis, dass der menschengemachte Klimawandel rund 31 Prozent des damaligen Bodenfeuchtedefizits verursachte – vor allem durch höhere Temperaturen und stärkere Verdunstung.
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Deshalb reicht Anpassung allein nicht. Wir brauchen entsiegelte Flächen, wiedervernässte Moore, lebendige Auen, humusreiche Böden und Städte, die Regenwasser aufnehmen und speichern können. Wir müssen Wasser dort halten, wo es fällt. Zugleich müssen wir verhindern, dass die Bedingungen immer schwieriger werden. Für Christinnen und Christen bekommt die Bewahrung der Schöpfung hier ihren sehr konkreten Sinn. Es geht um den Umgang mit etwas, das keiner von uns geschaffen hat und das doch alle zum Leben brauchen.
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Vielleicht ist das die Botschaft eines Dürresommers: Nicht erst der leere Brunnen zwingt uns zum Handeln. Verantwortung beginnt früher – solange noch Wasser da ist und wir entscheiden können, wie wir es bewahren und teilen. Nach dem nächsten Sommerregen werden wieder Pfützen auf den Straßen stehen. Eine Entwarnung sind sie nicht.
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Im Rahmen der diesjährigen Schöpfungszeit in Soest wird es einen theologischen Impuls zu Jeremia und dem Thema Dürre geben. Nähere Infos finden Sie zum Programm hier Mehr lesen
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Der UFZ-Dürremonitor Deutschland zeigt eine tagesaktuelle wissenschaftliche Modellierung von Oberboden und Gesamtboden und gibt viele Informationen zur Dürre in Deutschland Mehr lesen
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Hoffnungsorte der CC4F Soest
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CC4F als Schöpfungsbotschafterin und Impulsgeberin - gemeinsam, vielfältig, nachhaltig und zukunftsorientiert 2026-08 Heimatpreis 2026 CC4F - Collage HoffnungsorteHerunterladen Die Christians & Churches for Future Soest – CC4F Soest – stehen für eine Form von Heimat, die nicht von Herkunft, Milieu oder Weltanschauung bestimmt wird, sondern von der Bereitschaft, sich einzubringen: Begegnung ermöglichen, Beteiligung fördern und Zusammenhalt stärken. Seit 2021 entstehen …
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Kanzler Friedrich Merz: Das ist der Klimawandel
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"Wir werden alles tun, um den Klimawandel zurückzudrängen". Ansage des Kanzlers am 22.08. Kanzler Friedrich Merz besucht das Brandgebiet im Hürtgenwald. In Gey spricht Merz von Klimawandel: „Ich will allen Leugnern des Klimawandels sagen: Schauen Sie sich das genau an, was hier passiert ist! Das ist der Klimawandel! Wir werden alles tun, um den Klimawandel zurückzudrängen. Aber wir müssen auch …
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Gott und die Welt mit Franz-Josef Klausdeinken
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Sendung: Kirche im NDR | Gott und die Welt - der Podcast | 22.08.2026 | 08:15 Uhr www.ndr.de/kirche/podcast
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Schöpfungszeit: Was steckt hinter der Kirchenaktion? Ein Gespräch mit Franz-Josef Klausdeinken von Christians for Future. Die Schöpfungszeit vom 1. September bis zum Erntedankfest stellt fünf Wochen lang die Schöpfung in den Mittelpunkt des kirchlichen Lebens und der Gesellschaft. Für Franz-Josef Klausdeinken …
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Klimaneutrales Soest: Darauf können wir stolz sein
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Leserbrief von F.-J. Klausdeinken veröffentlicht im Soester Anzeiger am 21.08.26
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Dass Soest selbst in Saarbrücken und in Prüm in der Eifel für sein Engagement bei Klimaneutralität und Klimafolgenanpassung bekannt ist, hätte ich nicht erwartet. „Ihr seid ja auf dem Weg“, sagte eine Mitarbeiterin im Tourismusbüro. Und ein Kommunalpolitiker im Straßenwahlkampf meinte: „Es wäre schön, wenn wir uns, wie Soest, hier …
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Papst Leo: „Krieg und Umweltzerstörung hängen zusammen“
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Meldung auf Vaticannews Leo XIV. bringt den Einsatz für die Umwelt in einen engen Zusammenhang mit dem Engagement für Frieden, das einen Hauptakzent seines Pontifikats bildet: Der Vatikan veröffentlichte an diesem Donnerstag die Papstbotschaft zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung am kommenden 1. September.Weiterlesen auf www.vaticannews.va (Link)
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Schöpfungsverantwortung statt Welterschöpfung
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Am 30. Juli 2026 ist der diesjährige Erdüberlastungstag overshoot.footprintnetwork.org
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In diesem Jahr sind bereits am 30. Juli die weltweit Ressourcen aufgebraucht, die für eine verträgliche, nachhaltige Nutzung unserer Erde für das ganze Jahr reichen müssten. Ab diesem Tag verbrauchen wir mehr natürliche Ressourcen, als die Erde in einem Jahr regenerieren kann. Betrachtet man den Ressourcenverbrauch allein von Deutschland, hatten wir …
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Ökumenischer Tag der Schöpfung 2026
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Am 4. September 2026 im Alten Botanischen Garten in Marburg "Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?" Die Delegiertenversammlung der 25 Gast- und Mitgliedskirchen hat am 12. September 2025 auf ihrer Sitzung in Köln das Motto für den Ökumenischen Tag der Schöpfung 2026 beschlossen. Das Motto für den 17. Ökumenischen Tag der Schöpfung 2026 lautet: “Hast du erkannt, wie …
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Eskalierende Folgen der Klimakrise
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Di, 8.9.2026 19-21 Uhr, Online Bild: termine.ekir.de Die Krisen unserer Zeit verschärfen sich. Aktuell verdrängen Kriege und Wirtschaftskrisen sogar den Klimawandel oder den Verlust von Biodiversität aus dem öffentlichen Bewusstsein. Dabei hängt alles zusammen: Unsere Abhängigkeit von fossilen Energien ermöglicht Russland die Finanzierung des Angriffskriegs auf die Ukraine, macht den aktuellen Krieg um die freie Fahrt in der Straße von …
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Klimaschutz – Besonders für Kirchen essenziell
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Do, 08.10.2026 18:30 Uhr, online Was bedeutet kirchlicher Klimaschutz eigentlich? Worin besteht die Aufgabe des Klimaschutzes als Christ:in und als Kirche? Wie stärkt Theologie uns, aktiv zu werden und zu bleiben? Mit konkreten Zielen arbeiten Landeskirchen und Bistümer darauf hin, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Sie erlassen Klimaschutz-Richtlinien und stellen Klimabilanzen auf. Wie schauen die Klimaschutzpläne der Landeskirchen und Bistümer konkret …
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