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CC4F-Newsletter April 2026

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Herzlich willkommen zur neusten Ausgabe. Diese informiert Sie über regio-lokale Entwicklungen der sozial-ökologischen Transformationsprozesse aus christlicher Perspektive.

Editorial: Zwischen Heizkeller und Himmelszelt

Vernunft, Freiheit, Tempo – das klingt nach Aufbruch, nach Vertrauen in die Menschen. Die Bundesregierung feiert ihr neues Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) als Sieg der Freiheit: kein Heizungsverbot, keine Quote, kein Zwang. Welch Erleichterung! Endlich darf man wieder selbst entscheiden. Gleichzeitig wird der Klimawandel zunehmend zur wahrnehmbaren Bedrohung.

Pragmatismus oder Selbsttäuschung?

Im Heizungskeller wird entschieden, ob Deutschland seine Klimaziele schafft oder verfehlt. Die viel zitierte 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien? Gestrichen. Fossile Heizungen bleiben erlaubt – solange sie irgendwann, frühestens 2029, mit „grünen“ Gasen betrieben werden. Zehn Prozent davon müssen dann klimafreundlich sein. Zehn Prozent – eher symbolisch als wirksam, allenfalls ein erster hoffnungsvoller Schritt. Was als Pragmatismus verkauft wird, ist in Wahrheit Vertagung. Die Verantwortung wandert in die Zukunft, zusammen mit den Emissionen und den Kosten. Schon heute droht der Gebäudesektor seine Klimaziele um über 100 Millionen Tonnen CO₂ zu verfehlen. Statt zu handeln, kaufen wir künftig wohl teure Emissionsrechte – als moderner Ablasshandel: Wir zahlen, andere kompensieren. Nur, dass diesmal kein Himmel winkt.

Von grünen Gasen und grauen Realitäten

Hoffnung setzt die Politik auf „grüne Gase“. Biomethan, Wasserstoff – klangvolle Namen für knappe Güter. Kaum vorhanden, heiß umkämpft. Während Industrie und Haushalte um denselben Stoff ringen, steigen die Preise – und mit ihnen die Heizkosten. Wer kann, rüstet um. Wer nicht kann, zahlt doppelt. Und wer zur Miete wohnt, trägt die Last ohne Mitspracherecht. Energiepolitik wird so zur sozialen Frage – und zur Bewährungsprobe christlicher Solidarität. Hinzu kommt die alte Abhängigkeit, die man gerade erst loszuwerden glaubte: Erdgasimporte aus politisch fragilen Regionen. Wer auf fossile Systeme setzt, bleibt verwundbar – ökonomisch und moralisch. Die Abhängigkeit von Autokraten und Krisenherden widerspricht nicht nur dem Ziel der Versorgungssicherheit, sondern auch der christlichen Idee von Frieden und Gerechtigkeit. Eine nachhaltige Energieversorgung ist eben nicht nur eine ökologische, sondern auch eine Friedensfrage.

Ökologisch ist die Gasillusion ohnehin brüchig. Synthetische Gase sind energiehungrig, Biomethan kaum klimaneutral. Das neue Gesetz verlängert also vor allem das fossile Denken und setzt auf spätere Anpassung statt auf unmittelbare Transformation. Doch es geht längst um mehr als Technik. Es geht um Haltung. Um die Bereitschaft, Verantwortung nicht zu verschieben, sondern zu tragen – für die Menschen von morgen und für die Schöpfung, die uns heute anvertraut ist. Gute Verwalterschaft, nennen es die einen. Nächstenliebe über Generationen, die anderen.

Vielleicht ist das GMG deshalb ein Spiegel seiner Zeit: viel Freiheit, wenig Verbindlichkeit, ein bisschen Glaube ans gute Ende. Doch wer die Schöpfung ernst nimmt, weiß: Verantwortung lässt sich nicht vertagen. Sie beginnt im Kleinen – auch im Heizungskeller. Die Frage bleibt: Wollen wir die Wärmewende gestalten – oder uns weiter an der Illusion wärmen, es geht auch ohne Wandel?

Wenn Sie sich mehr über die möglichen Folgen des geplanten GMG informieren wollen, lesen Sie diese Studie von Greenpeace Mehr lesen

Mehrere Petitionen versuchen aktuell sich für die Energiewende einzusetzen. Wenn Sie eine Petition unterzeichnen wollen, finden Sie sie hier:
Petition bei campact: Bezahlbare Wärme statt Gaskostenfalle Mehr lesen
Petition bei campact: Lobby-Ministerin Reiche stoppen: Energiewende verteidigen Mehr lesen

Wenn Sie eine Protestmail an Ihre Abgeordneten von CDU/CSU und SPD schicken wollen, finden Sie hier eine Vorlage: Mehr lesen

Der Verein GermanZero e.V. hat die Initiative Gaskostenfalle gestartet, um den Verbraucherschutz zu stärken. Mit dem Gaskostenrechner können Sie eine Prognose Ihrer Heizungsrechnung bis 2045 berechnen: Mehr lesen

Vertiefende Infos

Energieunabhängigkeit durch Gasausstieg ermöglichen!

Offener Brief vom 23.03.26 an die Mitglieder des Bundestags - Christians for Future Deutschland Mitunterzeichner

Raus aus der Kostenfalle Sehr geehrte Mitglieder des Bundestags,mit großer Sorge blicken wir auf die aktuelle Situation der Energieversorgung in Deutschland: Noch immer sind wir durch unsere fossilen Gasimporte anfällig für geopolitische Krisen.Heute noch auf eine Verlängerung dieser Gasabhängigkeit zu setzen macht uns politischerpressbar, …

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Energieunabhängigkeit durch Gasausstieg ermöglichen!

Narrative und Risiken des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG)

Wie populistische Desinformation die Debatte prägt Übersicht Populistische Desinformation:Die Debatte um das neue GMG wird durch stark vereinfachende Narrative geprägt („Heizungskeller wird Privatsache“, „Abschaffung des Heizungsgesetzes“). Komplexe energie- und klimapolitische Regelwerke werden auf Schlagworte reduziert. Dadurch entsteht der Eindruck vollständiger Deregulierung und Freiheitsgewinne, obwohl weiterhin staatliche Vorgaben und langfristige Klimaverpflichtungen bestehen. Einfluss auf den CO₂-Reduktionspfad:Der Gebäudesektor verursacht rund 100 Mio. …

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Narrative und Risiken des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG)

Caritas: Gebäudemodernisierung ohne Energiearmut

Forderungen zur Klimasozialpolitik des Wohnens - Klimaschutz sozial priorisieren Gebäudemodernisierung ohne Energiearmut - Klimaschutz sozial priorisieren Grüngasquoten belasten Verbraucher mit niedrigen Einkommen.Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa: "Wir können Energiearmut verhindern, wenn wir die vorhandenen Instrumente konsequent nutzen. Klimaschutz und Sozialpolitik gehören zusammen - eine ausreichend warme Wohnung ist kein Luxus. Die jetzt vorgeschlagenen Grüngasquoten verschärfen Energiearmut und sind klimapolitisch unzureichend." "Wer die …

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Caritas: Gebäudemodernisierung ohne Energiearmut

Weitere Themen

Zukunftssorgen 2025: Themen und Sorgenpotenzial der Jugend

SINUS-Studie im Auftrag der BARMER Bild BARMER

Im Auftrag der BARMER hat das SINUS-Institut im Oktober / November 2025 zum 5. Mal eine repräsentative Online-Befragung unter 2.000 Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren durchgeführt. Zum Einsatz kam auch das Sinus-Modell für jugendliche Lebenswelten (Sinus-Jugendmilieus). Auf die Frage, ob man optimistisch oder pessimistisch in die Zukunft blickt, äußern …

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Zukunftssorgen 2025: Themen und Sorgenpotenzial der Jugend

„Global Alliance“: Gemeinsam für die Zukunft des Planeten

Eine internationale Initiative für integrale Ökologie Castel Gandolfo

Der Schutz unseres Planeten gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Klimawandel, Umweltzerstörung und soziale Ungleichheit zeigen, wie eng ökologische und gesellschaftliche Fragen miteinander verbunden sind. Mit der neuen „Global Alliance“ will der Vatikan gemeinsam mit internationalen Partnern konkrete Schritte für eine nachhaltige Zukunft fördern. Eine internationale …

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Unternehmerische Verantwortung für die Schöpfung – Wirtschaft im Dienst des Menschen

In einer Zeit globaler ökologischer und sozialer Herausforderungen rückt die Frage nach der Verantwortung von Unternehmen stärker denn je in den Mittelpunkt. Wirtschaftliches Handeln beeinflusst nicht nur Märkte, sondern auch das Leben von Menschen und den Zustand unserer Umwelt. Vor diesem Hintergrund hat Papst Leo XIV. jüngst einen eindringlichen Appell an Unternehmerinnen und Unternehmer gerichtet: Wirtschaft müsse dem Menschen dienen …

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Angriff auf Iran ist völkerrechtswidrig

Kirchliche Ablehnung von Angriffskriegen

Der Angriff auf den Iran verstößt nicht nur gegen das Völkerrecht, sondern steht auch im klaren Widerspruch zur christlichen Friedenslehre, die militärische Gewalt als ultima ratio und nur unter strengen Kriterien zulässt Die katholische Soziallehre, wie sie in der Kompendium der Soziallehre der Kirche und den Botschaften der Päpste festgehalten ist, verurteilt Angriffskriege als grundsätzlich ungerechtfertigt …

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Erzbischof Bentz zur Iran-Krise: Militäreinsatz „hochgradig unverantwortlich“

Kriege und ihre verheerenden Folgen für Menschen und Natur

Erzbischof Bentz hat in einem exklusiven Interview mit Vatican News den laufenden Militäreinsatz gegen den Iran als „hochgradig unverantwortlich“ eingestuft. Der Erzbischof von Sindelfingen kritisiert damit scharf die Bombardierungen durch USA und Israel, die seit Anfang März 2026 eskalieren. Völkerrechtsverstoß und Eskalationsgefahr Bentz betont, dass ein Präventivkrieg klar gegen internationales Recht …

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Einfach mit dem Flugzeug zu Franz von Assisi?

Kommentar zum Reiseverhalten des PR Soest Leserbrief Soester Anzeiger 04.03.26 Leserbrief 2026-03-04

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Mit der Fastenzeit beginnt erneut die Einladung zum „einfach leben“. Der Pastorale Raum Soest ruft zur spirituellen Umkehr auf – weg vom ‚immer mehr‘, hin zu ‚einem Leben im Genug‘, achtsam gegenüber Mensch und …

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Klimageld muss jetzt kommen! - alte Forderung ganz aktuell

Kirchen und Verbände fordern seit 2024 nationalen Mindestpreis, Klimageld und zielgerichtete Förderung

Wirksamer Klimaschutz braucht den sozialen Ausgleich - Forderung nach Auszahlung des Klimageldes. Hierzu betont Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft (IKG) der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW): „Wirksamer Klimaschutz braucht den sozialen Ausgleich. Nur so kann er von der gesamten Gesellschaft getragen werden. Bisher hat …

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Mehr Suffizienz beim Wohnen – Gebäude nachhaltig mit Leben füllen

Initiative des Ökumenischen Netzwerks "EINE ERDE"

Ohne Verringerung unseres Energie- und Ressourcenverbrauchs werden wir die Klimaziele nicht erreichen. Und dennoch scheint das Thema Suffizienz als zentrales Nachhaltigkeitsprinzip in der politischen Debatte keine Rolle zu spielen. Eine Erde fordert daher ein Umdenken in der Politik. Wir nehmen dazu drei konkrete Politikbereiche in den Blick, die auch für uns als kirchliche Institutionen von großer Relevanz sind: Gebäude, Beschaffung und …

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Zusammenhänge zwischen Biodiversität und Wirtschaft

Bericht veröffentlicht - Meldung der Erzdiözöse Freiburg

Die Druckerschwärze ist noch nicht ganz trocken, die Augen werden feucht beim Lesen: Der Bericht des Weltbiodiversitätsrats zu den Zusammenhängen zwischen Biodiversität und Wirtschaft ist erschienen. Eine Botschaft die nicht überrascht: "Alle Unternehmen sind von biologischer Vielfalt abhängig, haben wiederum Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und können aktiv zu deren Schutz beitragen". Dennoch wird …

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Klimafolgenanpassung rückt stärker in den Fokus

Team Umweltschutz der LKH erweitert sein Profil

Die Evangelische Agentur für Umweltschutz der Landeskirche Hannovers entwickelt ihr Aufgabenprofil konsequent weiter. Neben den etablierten Themenfeldern Energie, nachhaltiges Bauen, technische Gebäudeausrüstung und Biodiversität wird künftig die Klimafolgenanpassung ein zentraler Schwerpunkt der Arbeit sein. Damit reagiert das Team auf die bereits spürbaren Auswirkungen des Klimawandels und stärkt kirchliche Standorte gezielt für die Herausforderungen …

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Für Kirche, die ankommt

medi Toolbox: Mitglieder im Blick

Ob du im Kirchenvorstand, Pfarramt, Dekanat, in der Kirchenleitung oder einem innovativen Projekt unterwegs bist, ob du haupt- oder ehrenamtlich in Kirche engagiert bist: Die Toolbox: Mitglieder im Blick liefert dir das nötige Handwerkszeug für eine Kirche, die Relevanz für die Menschen hat. Die Toolbox befähigt dich … … Mitgliedertypen zu verstehen.Steckbriefe, …

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Ausblick

Nachdenken über Gott in der Klimakrise

27. April 2026, 19 Uhr, online, Transformationssalon Theologie und das Nachdenken über Gott können für Menschen wie ein "Teppich" sein, auf dem sie den Alltag gestalten, Krisen bewältigen und auf Herausforderungen reagieren. Welche Beiträge bietet die evangelische Theologie aktuell zum Gelingen der erforderlichen sozial-ökologischen Transformationen der Gesellschaft an? Wir fragen die Theologin PD Dr. Frederike van Oorschot, Forschungsstätte der Evangelischen …

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Nachdenken über Gott in der Klimakrise

5. Runder Tisch „Umweltethik, Schöpfungstheologie, Nachhaltigkeit"

Mo. 27.04.2026, 11:00 bis 13:30 Uhr, online Artenvielfalt und Artenschutz rund um die Kirche Der im Jahr 2022 etablierte Austausch soll mit wechselnden Schwerpunkten zur Vernetzung von kirchlicher Praxis und Wissenschaft und zur interdisziplinären Reflexion rund um die Themen Umweltethik, Schöpfungstheologie und Nachhaltigkeit beitragen. Verantwortet wird er von PD Dr. Frederike van Oorschot (Arbeitsbereich „Religion, Recht und Kultur“) und Dr. …

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5. Runder Tisch „Umweltethik, Schöpfungstheologie, Nachhaltigkeit"

Caritas Energiearmut bekämpfen

Mittwoch, 6. Mai 2026 14:00 Uhr, online, Eine Erde | Caritas Deutschland

Wohnen ist die Grundlage für ein gutes Leben und ein Menschenrecht. Eine ausreichende Versorgung mit Haushaltsenergie sowie Warmwasser- und Heizenergie gehört zum Existenzminimum des Menschen. Ist die Versorgung mit Energie nicht ausreichend sichergestellt, droht Energiearmut. Der Deutsche Caritasverband fordert in seinem Positionspapier "Energiearmut bekämpfen" eine entschiedene Bekämpfung von Energiearmut in Deutschland. Rund 5,3 …

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Caritas Energiearmut bekämpfen