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CC4F-Newsletter Mai 2026
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Herzlich willkommen zur neusten Ausgabe. Diese informiert Sie über regio-lokale Entwicklungen der sozial-ökologischen Transformationsprozesse aus christlicher Perspektive.
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Editoral: Vom sterbenden Wal zum Auftrag der Schöpfung
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Wochenlang lag er da und brachte doch eine Gesellschaft in Bewegung: Timmy, der Buckelwal in der Ostsee, immer wieder Schlagzeile und Mittelpunkt der öffentlichen Anteilnahme. Helfer rückten aus, Menschen diskutierten in sozialen Netwerken, Politiker gaben Pressekonferenzen, Forschende suchten nach Hilfsmöglichkeiten.
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Ein einzelnes Tier in Not zeigt, dass Mitgefühl noch nicht vollständig aus der Öffentlichkeit verschwunden ist. Doch während Kameras auf einen einzelnen Buckelwal gerichtet sind, bleibt das eigentliche Drama unsichtbar: das Verschwinden ganzer Lebensräume. Die Ostsee erwärmt sich, Fischbestände kollabieren, Schifffahrtslärm stört Orientierung und Kommunikation von Meeressäugern, Geisternetze werden zu tödlichen Fallen, industrielle Fischerei leert das Meer systematisch aus. Buckelwale stranden nicht im politischen Vakuum.
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Die Öffentlichkeit aber liebt das Individuum mit Namen, Gesicht und Rettungschance. „Timmy“ ist emotional anschlussfähig, „marines Ökosystem Nordostatlantik“ nicht. Ein Wal lässt sich betrauern, ein gestörtes Nahrungsnetz kaum.
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Von Symbolik oder System
Tierschutz richtet sich auf das Leid des Individuums, Artenschutz auf die Stabilität ganzer Populationen und Ökosysteme. Wer einen sterbenden Wal mit nassen Lappen bedeckt, handelt nicht falsch, aber verwechselt Symbolik mit Wirksamkeit. Das Meer ist kein Hintergrund, sondern ein Organ der Erde. Es produziert Sauerstoff, speichert CO₂ und stabilisiert das Klima; zugleich ist es Lebensraum für unzählige Arten und die Grundlage ganzer Nahrungsketten. Ohne gesunde Meere kollabieren Nahrungsketten, verlieren wir CO2 Speicher, Küstenschutz, Fischbestände und klimatische Stabilität. In diesem Sinn ist Artensterben nicht nur ein Naturproblem, sondern eine stille Form gesellschaftlicher Erosion und Artenschutz keine sentimentale Zugabe, sondern eine strukturelle Notwendigkeit.
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Vom Mitgefühl zum Handeln
Ein einzelner sterbender Wal entscheidet nicht über das Schicksal seiner Art. Die Bedingungen, unter denen Wale leben müssen, tun es sehr wohl. Weniger industrielle Fischerei wäre wichtiger als eine spektakuläre Rettungsaktion. Größere Meeresschutzgebiete bedeutender als nasse Lappen auf einer Walhaut. Konsequent sinkende CO₂-Emissionen hilfreicher als jede Live-Schalte vom Strand. Unsere Gesellschaft verwechselt oft Sichtbarkeit mit Relevanz. Was sich gut erzählen lässt, erhält Aufmerksamkeit; was strukturell wirkt, bleibt abstrakt. Ein einzelner Wal mobilisiert mehr Emotionen als tausende Tonnen Beifang, mehr Klicks als eine Reform der EU-Fischereipolitik. Das ist menschlich – und politisch fatal. Denn Aufmerksamkeit ist eine begrenzte Ressource. Wenn sie sich am Spektakel des Einzelfalls erschöpft, fehlt sie dort, wo Veränderungen tatsächlich möglich wären: bei Fangquoten, bei internationalen Schutzabkommen, bei konsequenter Klimapolitik. Der Tierschutz bindet dann öffentliche Energie, die der Artenschutz dringender bräuchte.
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Vom Schutz des Individuums zur Bewahrung der Welt
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Für Christinnen und Christen ist Artenschutz mehr als ökologische Vernunft – er ist eine Frage der Haltung. Papst Franziskus schrieb in Laudato si’, jedes Geschöpf besitze einen eigenen Wert, unabhängig davon, ob es dem Menschen nützt. Das Verschwinden einer Art ist damit nicht nur ein biologischer Verlust, sondern auch ein moralischer. Papst Leo XIV. führt diesen Gedanken fort, wenn er zu einem Lebensstil aufruft, der Maß, Verantwortung und Schutz der Schöpfung in den Mittelpunkt stellt. Wer die Erde nur verwaltet wie einen Rohstofflagerplatz, verfehlt ihren eigentlichen Sinn. Artenschutz wird so zu einer Form gelebter Nächstenliebe – nicht nur gegenüber dem Nächsten, sondern auch gegenüber den kommenden Generationen. Wer sich in diesem Sinne einsetzen will, darf nicht beim Mitgefühl für das einzelne Tier stehen bleiben, sondern muss politisch für den Schutz ganzer Lebensräume kämpfen – für gesunde Meere, stabile Nahrungsketten und wirksamen Klimaschutz.
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https://de.statista.com/infografik/27462/anteil-der-befragten-die-wie-folgt-zu-artenschutz-stehen/
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Wenn Sie sich weiter über den Artenschutz von Wal- und Delfinarten informieren möchten, können Sie das z. B. beim WWF Mehr lesen oder beim WDC Mehr lesen
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Gute Politik und Wandel brauchen MUT
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Zukunft gemeinsam gestalten - Wandel ist möglich
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Kurzfilm von Dr. Florian Kautzky
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Wie könnte eine Zukunft aussehen, in die wir uns wirklich hineinwünschen? Eine Zukunft, die uns berührt – und uns den Mut gibt, sie gemeinsam zu gestalten? Dieses Video zeigt: Wandel ist möglich. Auch bei uns vor Ort. Die Klimakrise ist kein fernes Problem. Sie passiert jetzt. …
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"DaSein“ für Obdachlos - Diakonisches Handeln als Begegnungsraum
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Die WIRzeit des Erzbistum Paderborn berichtet über ein diakonisches Projekt aus Soest
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Ohne das Diakonische ist es nicht die Kirche Jesu Christi
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Der Bericht porträtiert Georg Karbowski vom Caritas-Kreisverband Soest als jemanden, der Glauben und soziale Arbeit konsequent zusammen denkt. Im Mittelpunkt steht sein Einsatz gegen Armut: über …
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Aufschrei der Religionen zur Santa-Marta-Konferenz
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Fossile Brennstoffe sind Sünde gegen die Erde & Gewalt gegen die Armen
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“Faith Letter” der Weltreligionen fordert: Ausstiegs-Konferenz am 28./29.4. in Kolumbien muss historischer Wendepunkt werden Berlin/Hamburg/Wittenberg/Köln, 27.04.2026“Es ist eine moralische Krise. Es ist ein Vergehen gegen die Armen. Es ist Gewaltgegen die Schwachen. Es ist eine Sünde gegen die Erde. Es ist Diebstahl an unseren Kindern …
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Paradising - Gemeinsam am Paradies wirken
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Ein theologisch-ethisches Konzept
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Die Idee: Was ist Paradising? Paradising entstand 2021 bei der EKD-Tagung „Zukunft angesichts der ökologischen Krise". Marianne Spieweg (Diakonie Deutschland) prägte das Wort. Sarah Köhler und Constantin Gröhn entwickelten daraus ein theologisch-ethisches Konzept, wie wir Paradies angesichts der multiplen Krisen im Anthropozän neu verstehen und …
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Franziskus: Ein Papst der Wende
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Nachruf anlässlich des Todestags am 21. April 2025
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Papst Franziskus, geboren als Jorge Mario Bergoglio, prägte als 262. Nachfolger Petri von 2013 bis zu seinem Tod im April 2025 eine Ära des Umbruchs in der katholischen Kirche. Sein pontifikat war geprägt von einem radikalen Stilwechsel: weg von bürokratischen Strukturen, hin zu einer Kirche der Nähe, Bescheidenheit und sozialen Gerechtigkeit. Ein Jahr nach seinem Hinscheiden hat sich …
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Papst Leo: Glaubwürdig für Frieden, Solidarität und soziale Gerechtigkeit eintreten
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„Wenn Ungerechtigkeit die Herzen verdirbt, wird das Brot aller zum Besitz einiger weniger.“ Papst Leo XIV. hat in Angola, ein kraftvolles Zeichen für Würde, Freiheit und Gerechtigkeit gesetzt. Er erinnerte daran, dass Christus den Unterdrückten eine Stimme gebe, den Hunger nach Gerechtigkeit stille und den Menschen nicht als Kunden, sondern …
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30.000 Menschen demonstrieren in Köln: Breites Bündnis verteidigt die Energiewende
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Kirchliche Vertreter und Aktivist:innen zeigen Flagge 18.04.26: In Köln demonstrierten rund 30.000 Menschen unter dem Motto „Erneuerbare Energiewende gemeinsam verteidigen“ für konsequenten Klimaschutz und den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Die große Beteiligung unterstreicht die wachsende gesellschaftliche Unterstützung für eine nachhaltige Energiepolitik und den dringenden Handlungsbedarf angesichts der Klimakrise. Trotz der enormen Menschenmenge kamen auch Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen und …
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Papst Leo: "Angriffe auf zivile Infrastruktur verstoßen gegen das Völkerrecht"
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Bestürzung über Trumps Äußerungen „Ich lade alle ein zu beten, aber auch mit ihren Abgeordneten, mit den Verantwortlichen, zu sprechen und zu sagen, dass wir nicht den Krieg wollen, sondern den Frieden!“ „Wie wir alle wissen, hat es heute auch diese Drohung gegen das ganze iranische Volk gegeben, und das ist wirklich nicht akzeptabel.“ „Bei diesen Fragen geht es nicht …
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Warum wir dringend mehr Frieden brauchen
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Leben und Mitwelt in vielfacher Weise bedroht: Ostern ist das Fest des Lebens. Christen feiern die Auferstehung Jesu – das Zeichen dafür, dass das Leben stärker ist als der Tod. Doch ein Blick in unsere Welt zeigt: Leben und Umwelt sind heute in vielfacher Weise bedroht. Kriege, Aufrüstung und Klimakrise greifen ineinander und gefährden die Schöpfung Gottes. …
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ZukunftsWIRkstatt: Kleine Projekte, nachhaltige Wirkung
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Eine Initiative der kirchlichen Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg
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Gemeinsam mehr bewirken - für die Bewahrung der Schöpfung Das ist die Devise der ZukunftsWIRkstatt: Entdecke mit uns kreative und alltagstaugliche Nachhaltigkeitsprojekte für deine Kirchengemeinde, deinen Verband und viele mehr. Ideen, die nicht nur Hoffnung, sondern vor allem Spaß machen. Weil sie uns zeigen, wie wir auch mit kleinen Veränderungen viel erreichen können. …
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Sommerfestival "Du bist ein Wunder"
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08.05.2026 | 15:00 bis 23:30 Uhr |Pauluskirche | Dortmund Die Veranstaltung wird aus Soest unterstützt durch proveg und den Christians & Churches for Future Flanieren, schlemmen, mitfühlen, genießen...sei dabei und begrüße mit uns den Sommer! Am 8. Mai 2026 verwandelt sich die Pauluskirche Dortmund in einen Ortder Begegnung und der Lebensfreude beim Sommerfestival unter dem Titel„Du bist ein Wunder“. Erlebe …
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Wie Verwaltung Wandel gestaltet
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12.05.2026, 18 Uhr, After Work Austausch im StadtLabor Soest
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Viele Ideen für eine lebenswerte und nachhaltige Stadt entstehen im Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, Initiativen oder Vereinen. Die Stadtverwaltung ist dabei oft eine wichtige Ansprechpartnerin, zum Beispiel bei Umsetzung, Genehmigungen oder Kooperationen. Doch wie genau gestaltet Verwaltung Veränderungen? Welche Spielräume gibt es, gerade bei Themen wie Nachhaltigkeit oder Innovation? Die …
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„Ein Kraftort für die Kirche – und für unsere Demokratie“
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Katholikentag in Würzburg „Hab Mut, steh auf!“
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Als „ein großes Demokratie-Förderprojekt“ hat die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Dr. Irme Stetter-Karp, den Deutschen Katholikentag bezeichnet. Bei der Vorstellung des Programms für den aktuellen Katholikentag in Würzburg vom 13.-17. Mai 2026 sagte sie: „Er ist gelebte Demokratie, indem er so viele Menschen an der …
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