Schätzung der Mehrkostenbelastung der Energiepreiserhöhungen durch fossile Energieträger

Die evangelischen Kirchen in Deutschland sind weiterhin in hohem Maße von fossilen Energieträgern abhängig. Rund 84 % des Wärmeverbrauchs werden direkt durch Erdgas und Heizöl gedeckt. Werden die fossilen Anteile von Fernwärme und Strom einbezogen, liegt die Abhängigkeit bei etwa 90 %.
Diese Abhängigkeit birgt erhebliche finanzielle Risiken. Gegenüber dem Energiepreisniveau vor der Krise steigen die geschätzten Kosten für Wärme und Strom bei anhaltenden Preisen wie in den Jahren 2023 bis 2025 um 62 % beziehungsweise 126 Millionen Euro. Bei dauerhaft hohen Krisenpreisen könnten die Mehrkosten sogar 258 Millionen Euro erreichen – ein Anstieg um 127 %.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Abkehr von fossilen Energieträgern nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht dringend geboten ist. Energetische Gebäudesanierungen, eine Verringerung des Energieverbrauchs und der Umstieg auf erneuerbare Energien können die Kosten langfristig senken und die Energieversorgung verlässlicher und unabhängiger machen. Um diesen Wandel zu beschleunigen, sollten sowohl die landeskirchlichen als auch die staatlichen Unterstützungs- und Förderangebote ausgebaut werden.
Die Studie zum Download
Autor: Dr. Benjamin Held, FEST e.V