Gemeinsam am Paradies wirken

Paradising; Werkstatt Ökonomie e.V.

Ist uns die Sehnsucht nach dem Paradies verloren gegangen? Angesichts des fortschreitenden Klimawandels, des massiven Verlusts von Biodiversität und einer fragilen, polarisierten Gesellschaft brauchen wir neue Perspektiven, wie wir leben wollen. Wie können wir uns als Menschen in der Schöpfung bewähren, um die Zukunft offen zu halten? Das Paradies ist, wie bei Adam und Eva, eben nicht als Utopie zu denken, sondern als konkreten Raum zur Bewährung für die Menschheit.

Wir müssen uns unsere Vorstellung vom Paradies zurückerobern!1) Wenn jede*r sich bemüht, einen kleinen Garten Eden zu schaffen, dann werden die vielen kleinen Gärten das Paradiesen auf Erden wieder sichtbar machen. Vieles ist schon da, oftmals verborgen, einiges als „zarte Pflänzchen“ sichtbar, welche gehegt und gepflegt werden müssen. Einiges Zerstörte muss neu erschaffen werden. Für all das braucht es viele Gärtner*innen.
Quelle: Paradising – Warum wir eine alte Vorstellung zurückerobern wollen; C. Gröhn, S. Köhler; Werkstatt Ökonomie e.V.; Heidelberg; 2021; zum Download (pdf, 40 Seiten)

„Paradisieren“ bedeutet nach vorne schauen. Aktiv Zukunft gestalten. Positive Phantasie. Und es steckt ein Paradigmenwechsel drin, wie wir uns als Menschen sehen: Wie können wir als Menschen gut werden für Menschen und die Erde?

Es geht nicht nur darum, einen Zustand in Bewahrung zu halten, sondern ökologisch zu wirken und sozial zu wirken. Eine arbeitende Gemeinschaft, die sich im Miteinander darum kümmert, dass es sowohl den Mitmenschen gut geht und die unsere Lebenswelt komplett ernst nimmt.

Und das vierte: „Paradiese entstehen“. Also sie zulassen und darin lernen. Sarah Köhler macht deutlich. „Paradisieren“ braucht uns aktiv. Zurück, vor’s Anthropozän, geht nicht. Entscheidend ist, was wir mit unserer Macht machen. Und wo bleibt da Gott?
Quelle: Interview mit der Autorin Sarah Köhler bei www.kirche-im-swr.de (url-Link)

Heilsam sein
Die Heiligkeit in der Nachbarschaft und im Alltag

Gehörst du zu denen, die sich nicht mit einem mittelmäßigen Leben abfinden wollen?

Papst Franziskus hat dir einen langen Brief geschrieben. Eine Botschaft für alle, die – wie du – die Risiken, Herausforderungen und Chancen von heute leben wollen. Für alle, die voller Liebe Kinder großziehen. Alle, die arbeiten, damit zu Hause Brot auf dem Tisch steht.“

Heilig ist man, indem man mit Gottes Hilfe den in der Taufe angenommenen christlichen Glauben lebt: in Tat und Gebet. Dazu ermutigt Franziskus, indem er wirbt und mahnt.
Wer heilig sein will, muss zum Aufbrechen bereit sein. Und das Leben lieben und schützen.

Sei mutig, kämpferisch, demütig und bewahre dir deinen Humor.
Habt keine Angst davor, heilig zu sein.

Video über die Heiligkeit von Nebenan (url-Link)

Im Zentrum der Überlegungen des Apostolischen Schreibens „Gaudete et exsultate – über den Ruf zur Heiligkeit in der Welt von heute“ (deutsch: Freut euch und jubelt, Mt 5,12) steht die Berufung aller Christen, letztlich aller Menschen, zur Heiligkeit. Es geht darum, die Christen dazu anzuhalten, auf den Ruf zur Heiligkeit in der heutigen Welt zu hören. Dabei werden sie ermutigt, ihrem eigenen Alltag zu suchen, als „Heiligkeit von nebenan“. Download pdf (url-Link)


—  Ein gutes Leben für alle
nachhaltiges Wohlergehen

Ein gutes Leben bedeutet Wohlbefinden

  • Hedonistisches Wohlbefinden:
    Genuss, Glücklichsein, Zufriedenheit
    also ein subjektives Wohlbefinden
  • Eudaimonisches Wohlbefinden:
    Leben in Übereinstimmung mit dem wahren selbst (Kongruenz)
    Selbstakzeptanz, Lebenssinn, Kontrolle
    Autonomie, Kompetenz, soziale Eingebundenheit
  • Flow:
    Erfahrung des Eins-Sein mit seiner Tätigkeit
    alle Fähigkeiten gefragt aber nicht überfordert
    Komplette Aufmerksamkeit auf die Tätigkeit
    intrinsisch, aus dem Inneren motiviert

Flow-Erleben bei wenig Emission durch: romantische Beziehungen, soziale, spirituelle und religiöse, sportliche oder kreative Aktivitäten

Es geht um eine weltweite Klimagerechtigkeit. Es geht um die Art, wie wir Leben und miteinander umgehen und wie wir die „Mit-Welt“ in unsere Entscheidung einbeziehen. Aus den „Zehn Thesen zum Klimaschutz“ der DBK (2019)2) lassen sich folgende Schwerpunkte für die Arbeit vor Ort ableiten:

  • Glaubhaft, zielorientiert und konsequent die Klimaziele umsetzen, den richtigen Rahmen schaffen, die Vorbildfunktion der Kirche ernst nehmen und eine Vorreiterrolle einnehmen.
  • Dem gefährlichen Klimawandel entgegenwirken und aus den fossilen Energieträgern aussteigen
  • Verbraucher und Erzeuger einbinden und nachhaltige Lebensstile praktizieren und fördern


—  Radikal Träumen für das Mögliche

Die Krise lastet auf unsere Schultern

aber in den Händen halten wir die Lösung


Jede*r von uns hat jeden Tag die Wahl die Wahl für ein klimagerechtes Leben!