Wir Christen sind zur Wahrung der Schöpfung verpflichtet. Das hat Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato siʼ“ ausdrücklich bekräftigt

Diese Aussage trifft Erzbischof Hans-Josef Becker. Die Dt. Bischöfe haben 10 Handlungsempfehlungen formuliert:

  1. Laudato si’ leben
  2. Dem gefährlichen Klimawandel entgegenwirken
  3. Globale Gerechtigkeit ins Zentrum setzen
  4. Glaubhaft, zielorientiert und konsequent die Klimaziele umsetzen
  5. Vorreiterrolle in Europa und der Welt einnehmen
  6. Aus den fossilen Energieträgern aussteigen
  7. Den richtigen Rahmen schaffen
  8. Verbraucher und Erzeuger einbinden
  9. Nachhaltige Lebensstile praktizieren und fördern
  10. Vorbildfunktion der Kirche ernst nehmen

Die Deutsche Bischofskonferenz hat am 3. April 2019 einen Diskussionsbeitrag zur Klimapolitik als zentrale gesellschaftliche Herausforderung im Bereich der Schöpfungsbewahrung veröffentlicht. Der Expertentext „Zehn Thesen zum Klimaschutz. Ein Diskussionsbeitrag“ basiert auf sozialethischen, ökonomischen, natur- und rechtswissenschaftlichen Überlegungen und enthält Lösungsansätze. Quelle: DBK, 2019 (url-Link)

Zum Themenkomplex Umwelt, Klima und Entwicklung äußern sich der Papst, die Dt. Bischöfe (DBK) und das Erzbistum Paderborn (ErzB PB) in einer Reihe von Schriften. Seit den 1980er Jahren wir die Sorge um das gemeinsame Haus thematisiert. Mit der Enzyklika Laudato Si hat die kath. Kirche einen weltweit beachteten Impuls für den sozial-ökologischen Wanden formuliert.


—  Enzyklika „Laudato-si“ von Papst Franziskus über die Sorge für das gemeinsame Haus

Papst Franziskus hat im dritten Jahr seines Pontifikats die Enzyklika zum Themenkomplex „Umwelt und Entwicklung“ 2015 veröffentlicht.

Der Schutz des Klimas zählt zu einer der gesellschaftlichen Kernherausforderungen unserer Zeit. Er ist eine gemeinsame Aufgabe der Menschheitsfamilie. Papst Franziskus formulierte dies in seiner Botschaft zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung mit eindringlichen Worten: „Wir haben eine klimatische Notlage geschaffen, welche die Natur und das Leben, auch unser eigenes, stark bedroht. An der Wurzel steht das Vergessen dessen, was wir sind: Geschöpfe nach dem Bild Gottes (vgl. Gen 1,27), die dazu berufen sind, als Brüder und Schwestern das gleiche gemeinsame Haus zu bewohnen.“ [Quelle: ErzB PB, Klimaschutzkonzept des Erzbistums Paderborn, 2019].

Enzyklika LAUDATO SI’, 2015; Download (pdf 0,77 MB)
Stimmen der Dt. Bischofskonferenz zur Enzyklika (Webseite der DBK)
Der Papst dankt Greta Thunberg für Klima-Proteste (www.katholisch.de)

PAPST FRANZISKUS – EIN MANN SEINES WORTES | Trailer & Filmclips deutsch als YouTube-Video

▽ Weitere Details zur Enzyklika „Laudato si“ (2015)

In der Enzyklika „Laudato si“ über die Sorge für das gemeinsame Haus (2015) ruft Papst Franziskus auf: „Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen, denn wir wissen, dass sich die Dinge ändern können.“

So weist Papst Franziskus im ersten Kapitel der Enzyklika eindrücklich auf die Probleme hin, die unserem Haus widerfährt (I. Umweltverschmutzung und den Klimawandel, II. Wasserfrage, III. Verlust der biologischen Vielfalt, IV. Verschlechterung der Lebensqualität und den sozialen Niedergang, V. weltweite soziale Ungerechtigkeit).

Im zweiten Kapitel setzt der Papst zahlreiche Bibelstellen in den Kontext der heutigen Zeit: „Macht Euch die Erde untertan“ bedeutet eben nicht die rücksichtslose Ausbeutung sondern der bebauen und verwalten von Gütern, die uns Gott anvertraut hat.

Im dritten Kapitel benennt der Papst die menschliche Wurzel der ökologische Krise – das Zeitalter des Anthropozän als Ursache für die Vergewaltigung der Natur.

Im vierten Kapitel der Enzyklika beschreibt Papst Franziskus Lösungsansätze durch eine ganzheitliche Ökologie (I. Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialökologie, II. Kulturökologie, III. Ökologie des Alltagslebens, IV. Prinzipien des Gemeinwohls, V. generationsübergreifende Gerechtigkeit).

Im sechsten Kapitel geht Papst Franziskus explizit auf die Ökologische Erziehung und Spiritualität ein (I. Auf einen anderen Lebensstil setzen, II. Erziehung zum Bündnis zwischen der Menschheit und der Umwelt, III. Die ökologische Umkehr, IV. Liebe im zivilen und politischen Bereich.)

Die Enzyklika „Laudato si“ beginnt mit den Worten:

„LAUDATO SI’, mi’ Signore – Gelobt seist du, mein Herr“, sang der heilige Franziskus von Assisi. In diesem schönen Lobgesang erinnerte er uns daran, dass unser gemeinsames Haus wie eine Schwester ist, mit der wir das Leben teilen, und wie eine schöne Mutter, die uns in ihre Arme schließt: „Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde, die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter.“

Diese Schwester schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr aufgrund des unverantwortlichen Gebrauchs und des Missbrauchs der Güter zufügen, die Gott in sie hineingelegt hat. Wir sind in dem Gedanken aufgewachsen, dass wir ihre Eigentümer und Herrscher seien, berechtigt, sie auszuplündern. Die Gewalt des von der Sünde verletzten menschlichen Herzens wird auch in den Krankheitssymptomen deutlich, die wir im Boden, im Wasser, in der Luft und in den Lebewesen bemerken. Darum befindet sich unter den am meisten verwahrlosten und misshandelten Armen diese unsere unterdrückte und verwüstete Erde, die „seufzt und in Geburtswehen liegt“ (Röm 8,22). Wir vergessen, dass wir selber Erde sind (vgl. Gen 2,7). Unser eigener Körper ist aus den Elementen des Planeten gebildet; seine Luft ist es, die uns den Atem gibt, und sein Wasser belebt und erquickt uns.

Nichts von dieser Welt ist für uns gleichgültig.

LS 42: Es ist notwendig, viel mehr in die Forschung zu investieren, um das Verhalten der Ökosysteme besser zu verstehen und die
verschiedenen Variablen der Auswirkung jeder beliebigen wichtigen Veränderung der Umwelt zu analysieren. Da alle Geschöpfe miteinander verbunden sind, muss jedes mit Liebe und Bewunderung gewürdigt werden, und alle sind wir aufeinander angewiesen. Jedes Hoheitsgebiet trägt eine Verantwortung für die Pflege dieser Familie. Es müsste für sie eine sorgfältige Bestandsaufnahme der Arten erstellen, die es beherbergt, um Programme und Strategien für den Schutz zu entwickeln, und dabei mit besonderer Sorge auf die Arten zu achten, die im Aussterben begriffen sind.

LS 66: Die Schöpfungsberichte im Buch Genesis enthalten in ihrer symbolischen und narrativen Sprache tiefgründige Lehren über das Menschsein und seine historische Wirklichkeit. Diese Erzählungen deuten an, dass sich das menschliche Dasein auf drei fundamentale, eng miteinander verbundene Beziehungen gründet: die Beziehung zu Gott, zum Nächsten und zur Erde. Der Bibel zufolge sind diese drei lebenswichtigen Beziehungen zerbrochen, nicht nur äußerlich, sondern auch in unserem Innern.
Dieser Bruch ist die Sünde. Die Harmonie zwischen dem Schöpfer, der Menschheit und der gesamten Schöpfung wurde zerstört durch unsere Anmaßung, den Platz Gottes einzunehmen, da wir uns geweigert haben anzuerkennen, dass wir begrenzte Geschöpfe sind. Diese Tatsache verfälschte auch den Auftrag, uns die Erde zu „unterwerfen“ (vgl. Gen 1,28) und sie zu „bebauen“ und zu „hüten“ (vgl. Gen 2,15). Als Folge verwandelte sich die ursprünglich harmonische Beziehung zwischen dem Menschen und der Natur in einen Konflikt (vgl. Gen 3,17–19). Darum ist es bedeutungsvoll, dass die Harmonie, in der der heilige Franziskus von Assisi mit allen Geschöpfen lebte, als eine Heilung jenes Bruches interpretiert wurde. Der heilige Bonaventura sagte, dass Franziskus, „da er mit allen Geschöpfen in Frieden war“, wieder in „den Zustand vor der Ursünde“ gelangte. Weit von diesem Vorbild entfernt, zeigt sich die Sünde heute mit all ihrer Zerstörungskraft in den Kriegen, in den verschiedenen Formen von Gewalt und Misshandlung, in der Vernachlässigung der Schwächsten und in den Angriffen auf die Natur.

LS 67: Wir sind nicht Gott.

LS 84: Wenn wir auf der Aussage bestehen, dass der Mensch ein Abbild Gottes ist, dürfte uns das nicht vergessen lassen, dass jedes Geschöpf eine Funktion besitzt und keines überflüssig ist. Das ganze materielle Universum ist ein Ausdruck der Liebe Gottes, seiner grenzenlosen Zärtlichkeit uns gegenüber. Der Erdboden, das Wasser, die Berge – alles ist eine Liebkosung Gottes.

LS 216: Der große Reichtum der christlichen Spiritualität, der im Laufe von zwanzig Jahrhunderten aus persönlichen und gemeinschaftlichen Erfahrungen hervorgegangen ist, bietet einen schönen Beitrag zu dem Versuch, die Menschheit zu erneuern. Ich möchte den Christen einige Leitlinien ökologischer Spiritualität vorschlagen, die aus den Überzeugungen unseres Glaubens entspringen, denn was das Evangelium uns lehrt, hat Konsequenzen für unsere Art zu denken, zu empfinden und zu leben.

LS 244: Gemeinsam mit allen Geschöpfen gehen wir unseren Weg in dieser Welt – auf der Suche nach Gott, denn „wenn die Welt einen Ursprung hat und erschaffen worden ist, dann suche nach dem, der sie erschaffen hat, suche nach dem, der ihr den Anfang gegeben hat, nach dem, der ihr Schöpfer ist!“ Gehen wir singend voran! Mögen unsere Kämpfe und unsere Sorgen um diesen Planeten uns nicht die Freude und die Hoffnung nehmen.

Enzyklika LAUDATO SI’, 2015; Download (pdf 0,77 MB)

„Der Schutz der Natur muss immer mitgedacht werden“

Themenspecial Klimawandel: Interview mit Detlef Herbers von der Kommende Dortmund zu den gegenwärtigen ökologischen Herausforderungen und die Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus

Der Theologe D. Herbers erläutert in einen lesenswerten Interview die Bedeutung der Enzyklika LAUDATO SI für das Christsein von heute. (url-Link)


—  Themenkomplex Umwelt, Klima und Entwicklung der Deutschen Bischofskonferenz

https://www.dbk.de/

Die katholische Kirche sieht sich dem Umwelt- und Klimaschutz verpflichtet. Der Handlungsdruck ist groß: „Die Zeit, in der die Menschheit dem gefährlichen Klimawandel noch Einhalt gebieten kann, neigt sich dem Ende zu“, schreibt Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen), Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz.

Weihbischof Rolf Lohmann (Münster), Vorsitzender der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen, betont: „Die Kirche setzt sich aus Verantwortung für die Schöpfung und aus Solidarität mit den Armen und mit zukünftigen Generationen für mehr Klimaschutz ein. Es gilt nun, als Gesellschaft mutig und entschlossen zu handeln.“
Quelle: Deutsche Bischofskonferenz (url-Link)

Die deutschen Bischöfe haben zum Themenkomplex Umwelt, Klima und Entwicklung eine Reihe Dokumente veröffentlicht:

▽ Dokumentation zum Schöpfungsengagement in den (Erz-)Bistümern (2021)

Die Deutsche Bischofskonferenz legt erstmalig eine Dokumentation über den Stand des Schöpfungsengagements in den deutschen (Erz-)Bistümern vor. Die neue Arbeitshilfe mit dem Titel Unser Einsatz für die Zukunft der Schöpfung – Klima- und Umweltschutzbericht 2021 der Deutschen Bischofskonferenz gibt umfassend Auskunft darüber, wie die katholische Kirche in Deutschland Nachhaltigkeit fördert und zu einem sozial-ökologischen Wandel beiträgt.

weitere Details unter dem Bericht vom 26.10.21 (url-Link)

▽ Pastorale Orientierungen zu Klimavertriebenen (2021)

Wenn Menschen aus ihrem gewohnten Umfeld vertrieben werden, weil es unbewohnbar geworden ist, mag das wie ein naturgegebener Prozess aussehen, etwas Unvermeidliches. Doch die Verschlechterung des Klimas ist sehr oft das Ergebnis von Fehlentscheidungen und zerstörerischem Handeln, von Egoismus und Vernachlässigung, die die Menschheit in Konflikt mit der Schöpfung, unserem gemeinsamen Haus, gebracht haben.

Die Pastoralen Orientierungen zu Klimavertriebenen fordern uns auf, mit einem offenen Blick auf dieses Drama unserer Zeit zu schauen. Sie ermutigen uns nachdrücklich, die Tragödie der nicht endenden Entwurzelung zu sehen, die unsere Brüder und Schwestern dazu bringt, Jahr für Jahr neu auszurufen: „Wir können nicht zurück, und wir können nicht neu beginnen.“ Die Pastoralen Orientierungen laden uns ein, dass wir uns der Gleichgültigkeit der Gesellschaften und Regierungen gegenüber dieser Tragödie bewusst werden. Sie fordern uns auf, zu sehen und uns zu kümmern. Sie laden die Kirche und andere ein, gemeinsam zu handeln, und sie zeigen uns auf, wie wir das tun können.

Sehen oder nicht sehen, das ist die Frage, die uns im gemeinsamen Handeln zur Antwort führt. Die Seiten dieser Broschüre zeigen uns, was nötig ist und was wir mit Gottes Hilfe tun müssen.

Quelle: Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Pastorale Orientierungen zu Klimavertriebenen, Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls ;Nr. 231, 2021; pdf, 0,5 MB, url-Link)

▽ Ethisch-nachhaltig investieren – Eine Orientierungshilfe für Finanzverantwortliche katholischer Einrichtungen (2021)

Die Kirche in Deutschland trägt eine vielfache Verantwortung für Menschen und Einrichtungen. Diese Verantwortung nimmt sie auch für und mit den ihr zur Verfügung stehen-den Finanzmitteln wahr. In den zurückliegenden Jahren hat es immer wieder öffentliche Debatten über das finanzielle Engagement der Kirche gegeben. Inzwischen prägen Transparenz, Verständlichkeit und perspektivisches Handeln die Arbeit der Kirche.

Dazu gehört auch eine Verantwortung für ethisch-nachhaltiges Investieren. Die vorliegende Orientierungshilfe, die nach 2015 jetzt in ihrer überarbeiteten Auflage erscheint, will die Verantwortungsträger in kirchlichen Einrichtungen unterstützen, nach Wegen für ein ethisch-nachhaltiges Investieren zu suchen. Die Orientierungshilfe beschreibt in den ersten beiden Kapiteln, unter welchen Vorzeichen sich kirchliche Einrichtungen auf den Weg zum ethisch-nachhaltigen Investment begeben. Das dritte Kapitel stellt die Bausteine vor, die ein solches Investment aus-machen. Im vierten Kapitel werden acht konkrete Schritte zum ethisch-nachhaltigen Investment benannt. Das fünfte Kapitel zeigt auf, dass dieses Investment den wachsenden Anforderungen an Glaubwürdigkeit und Transparenz im Umgang der Kirche mit ihrem Geld gerecht werden kann..

Quelle: Ethisch-nachhaltig investieren, Orientierungshilfe (2., aktualisierte Auflage)“, DBK, 2021 (Download, 5,6 MB, url-Link)

▽ Vom Wert der Vielfalt – Biodiversität als Bewährungsprobe der Schöpfungsverantwortung (2021)

Ein Expertentext der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz äußert sich zur Biodiversität:

Der Rückgang der Biodiversität ist neben dem Klimawandel die zweite große ökologische Krise unserer Zeit. Ganze Ökosysteme sind gefährdet, große Gebiete des Regenwaldes im Amazonasgebiet werden vernichtet und weltweit drohen viele Tier- und Insektenarten auszusterben. Faktenbasiert lässt sich feststellen, dass diese bedrohlichen Entwicklungen vor allem strukturell in einem direkten Zusammenhang mit unserer Lebensweise stehen. Nicht zuletzt benennt die Wissenschaft auf der Suche nach den Ursachen der Corona-Pandemie immer wieder die Problematik des aggressiven Eindringens des Menschen in die Natur. Es ist offensichtlich, dass wir auch unser eigenes Risiko erhöhen, wenn wir die Lebensräume von Tieren und Pflanzen zerstören.

Quelle: Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Vom Wert der Vielfalt, Arbeitshilfen Nr. 323, 2021; Download (pdf 1,99 MB)

▽ Wie sozial-ökologische Transformation gelingen kann (2021)

Eine interdisziplinäre Studie der Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“ im Rahmen des Dialog-Projektes zum weltkirchlichen Beitrag der katholischen Kirche für eine sozial-ökologische Transformation im Lichte von Laudato si’

Wer nachhaltige Entwicklung und die Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs: Sustainable Development Goals) erreichen will, kommt an einer sozial-ökologischen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft nicht vorbei. Trotz aller damit verbundenen Herausforderungen ist der erforderliche Wandel aber keine unerreichbare Utopie, sondern eine rea-listische Zukunftsoption. Anhand zentraler Handlungsfelder identifiziert die Studie Hindernisse, welche die notwendigen Veränderungen erschwe-ren. Davon ausgehend werden Stellschrauben benannt, die aktiv ange-passt werden müssen, damit die dringend notwendige sozial-ökologische Transformation gelingen kann.
Hindernisse und Konflikte am Beispiel von Energie-, Konsum- und Mobilitäts- sowie Agrarwende

Quelle: Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Wie sozial-ökologische Transformation gelingen kann, Bd. 22, 2021; Download (pdf 0,90 MB)

▽ Zehn Thesen zum Klimaschutz. Ein Diskussionsbeitrag. Die deutschen Bischöfe (2019)

Verantwortung der Kirche in Deutschland
Die katholische Kirche sieht sich dem Umwelt- und Klimaschutz verpflichtet. Dazu haben die die deutschen Bischöfe bei ihrer Vollversammlung (2018) konkrete Handlungsempfehlungen zu Ökologie und nachhaltiger Entwicklung für die deutschen (Erz-)Diözesen verabschiedet:

  1. Laudato si’ leben
  2. Dem gefährlichen Klimawandel entgegenwirken
  3. Globale Gerechtigkeit ins Zentrum setzen
  4. Glaubhaft, zielorientiert und konsequent die Klimaziele umsetzen
  5. Vorreiterrolle in Europa und der Welt einnehmen
  6. Aus den fossilen Energieträgern aussteigen
  7. Den richtigen Rahmen schaffen
  8. Verbraucher und Erzeuger einbinden
  9. Nachhaltige Lebensstile praktizieren und fördern
  10. Vorbildfunktion der Kirche ernst nehmen

Ausgehend von einer Darstellung der Notwendigkeit des Klimaschutzes auch aus sozialethischer Perspektive werden auf Grundlage von ökonomischen, natur- und rechtswissenschaftlichen Überlegungen Empfehlungen mit konkreten Umsetzungsschritten zum Klimaschutz dargelegt. Reflexionen zur Vorbildfunktion der Kirche, auch unter Verweis auf die jüngst veröffentlichte Arbeitshilfe „Schöpfungsverantwortung als kirchlicher Auftrag. Handlungsempfehlungen zu Ökologie und nachhaltiger Entwicklung für die deutschen (Erz-)Diözesen“, schließen den Text ab.

Quelle: Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Zehn Thesen zum Klimaschutz, Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen Nr. 48, 2019; Download (pdf 0,63 MB)

▽ Schöpfungsverantwortung als kirchlicher Auftrag – Handlungsempfehlungen zu Ökologie und nachhaltiger Entwicklung für die deutschen (Erz-)Diözesen (2018)

Der menschengemachte Klimawandel ist Realität. Zunehmend spüren wir auch in Deutschland seine ökologischen und sozialen Auswirkungen. „Unsere Schwester, Mutter Erde, […] schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr aufgrund des unverantwortlichen Gebrauchs und des Missbrauchs der Güter zufügen, die Gott in sie hineingelegt hat“ – so Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato si’. Daraus erwächst die Forderung an uns alle, mehr Verantwortung für Ökologie und nachhaltige Entwicklung zu übernehmen.

Die zehn Handlungsempfehlungen berühren Angelegenheiten der Pastoral, des diözesanen Verwaltungshandelns
und des gesellschaftspolitischen Engagements. Der Text enthält konkrete, ambitionierte Forderungen und besitzt gleichzeitig die nötige Breite, um den unterschiedlichen Realitäten der 27 deutschen (Erz-)Diözesen Rechnung zu tragen. Ich bin dankbar für das vielfältige ökologische und weltkirchliche Engagement, mit dem sich viele Christinnen und Christen bereits heute – und teilweise schon seit Jahrzehnten – für Gottes Schöpfung einsetzen. Wir können aber noch besser werden. Dazu sollen die zehn Handlungsempfehlungen eine Hilfe sein. Uns einen der Wille und die begründete Hoffnung, durch entschiedenes kirchliches Handeln unserer Vorbildfunktion und unserer Verantwortung für die Schöpfung gerecht zu werden.

Quelle: Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Schöpfungsverantwortung als kirchlicher Auftrag, Arbeitshilfen Nr. 301, 2018; Download (pdf, 650 kB)

▽ Der Klimawandel: Brennpunkt globaler, intergenerationeller und ökologischer Gerechtigkeit (2006)

Der globale Klimawandel ist bereits Realität. Die Menschen spüren seine Auswirkungen buchstäblich am eigenen Leib: Hitze und Dürre, Stürme und Starkniederschläge, Gletscherrückgang und Überschwemmungen, Ernteausfälle und Ausbreitung von Krankheiten. Der globale Klimawandel stellt die wohl umfassendste Gefährdung der Lebensgrundlagen der heutigen und
in noch viel stärkerem Maße der kommenden Generationen sowie der außermenschlichen Natur dar. Die biologischen, sozialen und räumlichen Folgen sind deshalb eine ernste Herausforderung für die Menschheit.
Dieser Herausforderung müssen wir aktiv begegnen. Als diejenigen, denen die Schöpfung als Leihgabe von Gott anvertraut
worden ist, tragen wir Menschen Verantwortung für sie. Als Christen glauben wir, dass Gott die Erde erschaffen hat, wie es die biblische Schöpfungserzählung überliefert: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut“. Uns Menschen hat er den Auftrag gegeben, den Garten Eden zu bebauen und zu behüten. Mit der Einladung, ihre Ressourcen zu nutzen, hat Gott uns zugleich in die Pflicht genommen, die Schöpfung zu schonen und zu bewahren.

Quelle: Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Der Klimawandel, 2006; Download (pdf, 260 KB)


Weitere Schriften zum Themenkomplex Umwelt, Klima und Entwicklung hat die Deutsche Bischofskonferenz in den vergangenen Jahren veröffentlicht. Diese und viele andere interessante Schriften sind über den DBK-Shop bestellbar oder stehen als Download kostenfrei zur Verfügung.

  • Der bedrohte Boden – Ein Expertentext aus sozialethischer Perspektive zum Schutz des Bodens. Die deutschen Bischöfe – Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen Nr. 44 (Bonn 2016) (url-Link)
  • Empfehlungen zur Energiewende. Ein Diskussionsbeitrag. Die deutschen Bischöfe – Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen Nr. 37. (Bonn 2014)
    Bestellen oder herunterladen
  • Der Schöpfung verpflichtet. Anregungen für einen nachhaltigen Umgang mit Energie. Ein Expertentext zu den ethischen Grundlagen einer nachhaltigen Energieversorgung. Arbeitshilfen Nr. 245. (Bonn 2011)
    Bestellen oder herunterladen
  • Welttag des Friedens 2010. Wenn Du den Frieden willst, bewahre die Schöpfung“,
    Arbeitshilfen Nr. 237, Sekretariat der DBK, (Bonn, 2009)
    Bestellen oder herunterladen
  • Der Klimawandel: Brennpunkt globaler, intergenerationeller und ökologischer Gerechtigkeit. Die deutschen Bischöfe – Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen / Kommission Weltkirche Nr. 29. 2., aktualisierte Auflage. (Bonn 2007)
    Bestellen oder herunterladen
  • Neuorientierung für eine nachhaltige Landwirtschaft. Ein Diskussionsbeitrag zur Lage der Landwirtschaft mit einem Wort des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Gemeinsame Texte Nr. 18. (Bonn 2003)
    Bestellen oder herunterladen
  • Handeln für die Zukunft der Schöpfung. Die deutschen Bischöfe – Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen Nr. 19. (Bonn 1998)
    Bestellen oder herunterladen
  • Zukunft der Schöpfung – Zukunft der Menschheit. Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz zu Fragen der Umwelt und der Energieversorgung. Die deutschen Bischöfe Nr. 28. (Bonn 1980)
    Bestellen oder herunterladen


—  Nachhaltigkeit & Klimaschutz im Erzbistum Paderborn

Bild: Klimaschutzkonzept des Erzb. PB, 2019

Christen sind zur Wahrung der Schöpfung verpflichtet. Das hat Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato siʼ“ ausdrücklich bekräftigt.

Die konsequente Umsetzung des Prinzips der Nachhaltigkeit ist für das Erzbistum Paderborn eine Grundhaltung, zu der es sich bewusst bekennt. Dieser Anspruch erstreckt sich auf alle wesentlichen Tätigkeitsfelder des Erzbistums und umfasst sowohl ökologische als auch ökonomische und soziale Aspekte – vom Umwelt- und Klimaschutz über die Realisierung sozialer Aktivitäten bis hin zur Personalpolitik.

Nachhaltigkeit bedeutet für das Erzbistum Paderborn somit ethisches Handeln überall dort, wo die Kirche tätig ist. Die Hinwendung zu den Menschen, der sorgsame Umgang mit der Umwelt und ihren Ressourcen sind wesentliche Grundlagen des kirchlichen Handelns – sie sind der Kirche quasi „ins Stammbuch geschrieben“.

Quelle: Erzbistum Paderborn, Nachhaltigkeit & Klimaschutz

Ein Auszug aus den vielfältigen Aktivitäten im Erzbistum Paderborn findet sich nachstehend:

▽ Umwelt

Christen sind zur Wahrung der Schöpfung verpflichtet. Das hat Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato siʼ“ ausdrücklich bekräftigt.

Auch das Erzbistum Paderborn nimmt diese Verpflichtung ernst – und die Herausforderungen des Klimawandels an: Unter dem Leitwort „Ressourcen schonen. Schöpfung bewahren“ bündelte die Energieoffensive im Erzbistum Paderborn zahlreiche Umweltschutzaktivitäten, die insbesondere den eigenen Gebäudebestand und seinen Energieverbrauch betreffen. Im Rahmen dieser Energieoffensive wurde ein Energiemanagement entwickelt, es wurden Energiebeauftragte in den Kirchengemeinden vor Ort installiert und Energiegutachten mit Förderung des Bundesumweltministeriums erstellt.

Viele interessante Details zum Themenkomplex Umwelt auf der Seite des ErzB PB

▽ Klimaschutzkonzept des Erzbistums Paderborn (2018)

Seit dem Sommer 2018 wurde ein Klimaschutzkonzept für das Erzbistum Paderborn erarbeitet, das am 16. November 2019 beim Treffen der Energiebeauftragten vorgestellt wurde. Nur durch die gemeinsamen Anstrengungen aller Mitwirkenden im Erzbistum kann dem Klimawandel entgegen getreten werden.

Download des Klimaschutzkonzepts (Kurzfassung, 36 Seiten, pdf 1,6 MB / Langversion, 260 Seiten, pdf 5,6 MB)

▽ Klimaschutz in unserer Kirchengemeinde (2021)

Als Christen glauben wir, dass Gott der Schöpfer allen Seins ist: Gott hat die Erde mit all ihren Geschöpfen geschaffen. Weil auch wir als Menschen Geschöpf Gottes sind, ist eine uneingeschränkte Solidarität gegenüber der ganzen Schöpfung unser christlicher Auftrag.

Das ist eine Aufgabe für jeden einzelnen Christen in seinem individuellen Handeln, aber vor allem für die Gemeinschaft der Christen, für die Kirche. Auch die Kirchengemeinden sind herausgefordert, sich der Schöpfung anzunehmen, sich verantwortungsvoll ihr gegenüber zu verhalten, ganz konkret: kreative und effektive Lösungen zum Schutz des Klimas und der Umwelt zu entwickeln. (aus dem Vorwort des Generalvikar des Erzbistum Paderborn, Alfons Hardt)

Download des Broschüre (9 Seiten, pdf 4MB, url-Link)

▽ Energieoffensive des Erzbistums Paderborn

„Ressourcen schonen. Schöpfung bewahren“ ist das Leitwort der Energieoffensive im Erzbistum Paderborn, die zahlreiche Umweltschutzaktivitäten bündelt. Diese Maßnahmen betreffen vor allem den eigenen Gebäudebestand und seinen Energieverbrauch. Im Rahmen der Energieoffensive wurden Energiebeauftragte in den Kirchengemeinden vor Ort installiert und Energiegutachten erstellt. Es gibt umfangreiche Schulungs- und Qualifizierungsangebote ebenso wie Fördermöglichkeiten für die Gemeinden.

Viele interessante Details zum Themenkomplex Energieoffensive auf der Seite des ErzB PB

▽ Soziales

Das auf den Glauben gegründete Handeln zielt auf ein Wirken in der Welt. Für Seelsorge, caritative Aufgaben sowie Bildung und Erziehung setzt das Erzbistum Paderborn den größten Teil seiner personellen Ressourcen und finanziellen Mittel ein. Damit übernimmt die Kirche im Erzbistum über konfessionelle Grenzen hinweg gesamtgesellschaftliche Aufgaben.

Das soziale Engagement der Kirche im Erzbistum Paderborn zeigt sich in zahlreichen Bereichen. Einige Beispiele lassen dies anschaulich werden.

Viele interessante Details zum Themenkomplex Soziales auf der Seite des ErzB PB

▽ Flüchtlingshilfe

Seit Oktober 2014 gibt es im Erzbistum Paderborn den Flüchtlingsfonds. Kirchengemeinden und weitere Einrichtungen des Erzbistums erhalten aus ihm finanzielle Unterstützung, damit sie sich um jene Menschen kümmern können, die aus ihrer Heimat fliehen mussten.

Zweimal wurde das im Flüchtlingsfonds zur Verfügung stehende Geld bereits aufgestockt: Im Oktober 2014 stand zunächst 1 Million Euro zur Verfügung. Der Kirchensteuerrat im Erzbistum Paderborn hat dann sowohl 2015 als auch 2016 eine Erhöhung des Geldbetrages um jeweils 2 Millionen Euro beschlossen.

Der Flüchtlingsfonds ist einer von vielen Aspekten der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Paderborn, in der sich viele Menschen mit großem Einsatz engagieren.

Wer in der Flüchtlingshilfe selbst mitanpacken will, findet auf dieser Plattform ein breites Spektrum von Informationen, Tipps und Ansprechpartnern:

zur Flüchtlingshilfe des Erbzbistum Paderborn


—  Verantwortung für Nachhaltigkeit & Klimaschutz im Pastoralen Raum Soest

www.pr-soest.de

Die Kirchenvorstände in Pastoralen Raum haben bereits vor vielen Jahren begonnen, energetischen Sanierung von Gebäuden voranzutreiben, den gemeinsamen Einkauf von „Ökostrom“ zu organisieren oder Fernwärme zu nutzen. Darüber hinaus wurden PV-Anlagen installiert und der Bau von Windkraftanlagen ermöglicht.

Im Oktober 2019 wurde im Finanzausschusses aller 6 Kirchvorstände des PR Soest das Projekt „Klimaneutrale Kirchengemeinde“ vorgestellt und als gemeinsames Ziel verabredet. Basierend auf diesem Beschluss wird seit 2020, neben dem „Ökostrom“ überwiegend auch „klimaneutralem Erdgas“ eingekauft. Darüber hinaus sollten bei der Errichtung des gemeinsamen Verwaltungs-Zentrums des PR Soest energetische Aspekte einen besonderen Stellenwert haben (u.a. Außenhülle, PV-Anlage).

Darüber hinaus sind die Kirchenvorstände aufgefordert, Initiativen in den Gemeinden zu unterstützen, die die Fürsorge für das gemeinsame Haus in den Blick nehmen. Neben Umweltprojekten zählen hierzu auch Bildungsangebote, die Vernetzung mit örtlichen Initiativen oder Aktionen im Quartier. (Details s.u.)

Positionen zum sozial-ökologischem Handeln von Gemeinden finden sich nachstehend:

▽ Kirchengemeinde Zum Guten Hirten Möhnesee auf dem Weg zur fairen Gemeinde (Juni 2021)

Der Antrag zur Bewerbung um das Zertifikat „faire Gemeinde“ für die Pfarrei „Zum Guten Hirten“ Möhnesee ist auf dem Weg.
Nachdem sich auf Initiative von Pastor Eilebrecht und mit der Unterstützung des Pfarrgemeinderates eine entsprechende Arbeitsgruppe gebildet hat, wurden als Schwerpunkte die faire und nachhaltige Bewirtschaftung der Einrichtungen der Pfarrei, sowie eine ökologisch effiziente Energieversorgung als erste Schwerpunkte benannt. 

Weitere Details finden sich in dem Betrag, der am 21.06.21 veröffentlicht wurde.

▽ Position des Kirchenvorstand von Hl. Kreuz zur sozial-ökologische Verantwortung (Feb. 2020)

Die energetische Sanierung der Hl. Kreuz Kirche (2012) und die Sanierung des Pfarrheimdachs (2019) führten zu erheblichen Einsparungen im Gasverbrauch. Auch Umbau des gemeinsamen Verwaltungszentrums soll die energetische Sanierung so gut wie möglich berücksichtigen werden. Über eine Photovoltaik-Anlage möchten wir erneuerbare Energie gewinnen. Auch eine E-Ladestation am Parkplatz ist in der Diskussion. Die Initiative der Jugend mit der Gestaltung der Nordwiese während der 72-Stunden-Aktion hat Jung und Alt begeistert. Auch die Bemühungen in der KiTa um mehr Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein ermutigen uns zu gemeinsamen Handeln.

Unsere gemeinsame Verantwortung
Wir bitten die Gemeindeglieder Vorbild zu sein. Die Ermittlung des eigenen CO2-Fußabdrucks ist mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes ein guter Startpunkt, über Änderungen von Gewohnheit im Bereich Konsum, Mobilität, Wohnen und Ernährung und einen nachhaltigen Lebensstil sind deutliche CO2-Einsparungen zu erreichen.

Quelle: Artikel „Klimaschutz und Kirche“ (Webseite www.pr-Soest.de)

▽ Projekt „Klimaneutrale Kirchengemeinde“ des Finanzausschusses des PR Soest (Okt. 2019)

Im Oktober 2019 wurde im Finanzausschusses aller 6 Kirchvorstände des PR Soest das Projekt „Klimaneutrale Kirchengemeinde“ vorgestellt und als gemeinsames Ziel verabredet. Basierend auf diesem Beschluss wird seit 2020, neben dem „Ökostrom“ überwiegend auch „klimaneutralem Erdgas“ eingekauft.

Darüber hinaus sollten bei der Errichtung des gemeinsamen Verwaltungs-Zentrums des PR Soest energetische Aspekte einen besonderen Stellenwert haben (u.a. Außenhülle, PV-Anlage*).

Seit Okt 2019 sind die Kirchenvorstände aufgefordert, Initiativen in den Gemeinden zu unterstützen, die die Fürsorge für das gemeinsame Haus in den Blick nehmen. Neben Umweltprojekten zählen hierzu auch Bildungsangebote, die Vernetzung mit örtlichen Initiativen oder Aktionen im Quartier.