—  aktiv werden / Ideenbörse

Sich für die Welt- und Schöpfungsverantwortung einzusetzen, kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Bei sich selber im Kleinen anzufangen, ist ein wichtiger erster Schritt. So sammelt man Erfahrung und kann in der nächsten Phase, die Einflussnahme auf Gruppen, auch glaubwürdig auftreten.

  •  Du willst besser verstehen, wie sich Gesellschaften oder einzelne Systeme in Gesellschaften verändern, und was es dafür braucht?
    Weiterführende Informationen finden sich auf den Seiten „vom Fuß- zum Handabdruck“ und „gemeinsam Wege wagen
  •  Du suchst nach neuen und wirksamen Handlungsoptionen, um aktiv zu werden und einen Unterschied zu machen?
    besonders zu empfehlen sind die Hilfestellungen von Germanwatch:
    Dein Handabdruck – Finde deinen Hebel für Veränderung!
    Handel-O-Mat – Finde Ideen zur Vergrößerung Deines Handabdrucks
  •  Du suchst nach lokalen Projekten, denen du dich engagieren kannst?
    Hier gibt es einen Übersicht über die Nachhaltigkeit-Initiativen in Raum Soest; auch ist ein Mitwirk-O-Mat für Soest geplant; auf dem monatlichen Klimatreff oder dem Energiestammtisch ist eine Vernetzung gut möglich.
  •  Du willst deine Gemeinde nachhaltiger machen und sucht nach guten Beispielen?
    Die findet Du u.a. in der Ideenbörse weiter unten oder unter der Rubrik „voran gehen

—  privates Verhalten

Der CO2-Ausstoß eines Durchschnittsbürgers beträgt ca. 10 Tonnen pro Jahr. Über Vermeidung, Senken und Ersetzen sind hohe Einsparungen möglich. Hier eine schnelle Übersicht.

▽ 35 % des CO2-Ausstoß verursacht der Konsum: mögliche Einsparungen sind:

– Konsum verringern und auf langlebige und nachhaltige Produkte setzen
– Kaufen, was wirklich gebraucht wird
– Wo möglich gebrauchte Waren (Second Hand) oder reparierte Waren (Repair) kaufen oder tauschen
– Kauf bei nachhaltigen / klimaneutralen Unternehmen
– Kauf von nachhaltigen / klimaneutralen Produkten
– Bei größeren Anschaffungen eine Kompensation von CO2 ermöglichen
– Luxus ist schlecht für’s Klima; auch bei der Urlaubsplanung auf Nachhaltigkeit setzen

▽ 25 % des CO2-Ausstoß verursachen Heizen und Strom: mögliche Einsparungen sind:

– erneuerbare Energien einsetzen (z.B. Photovoltaik, Solarthermie, Holz)
Ökostrom und klimaneutrales Erdgas kaufen
– leichtes Absenken der Raumtemperatur reduziert den Verbrauch
– auf den Einsatz von Klimageräten möglichst verzichten
– auf Energieeffizienz achten – Geräte mit geringerem Jahresverbrauch einsetzen (z.B. Kühlschrank, Kühltruhe)
– Stand-By vermeiden und LEDs verwenden
– Wäsche bei 40 oder 60°C waschen u. auf der Leine trocknen
– Langfristig auf eine energetische Sanierung setzen

▽ 20 % des CO2-Ausstoß verursacht Mobilität: mögliche Einsparungen sind:

– Fahrrad fahren oder Bus und Bahn nutzen
Fahrgemeinschaften bilden
– Sammeleinkauf für Nachbarn organisieren
– Flugzeug und Kreuzfahrtschiffe meiden
– Kurzstreckenflüge meiden und Bahn und Fernbusse nutzen.
– bei Langstrecke überlegen, ob diese wirklich notwendig sind; seltener dafür länger vor Ort bleiben

▽ 15% des CO2-Ausstoß verursacht Ernährung: mögliche Einsparungen sind:

– regionale statt globale Produkte kaufen (kurze Transportwege)
saisonale Lebensmittel kaufen (geringe Lagerhaltung)
– Bio-Lebensmittel kaufen
– frische statt verarbeitete (Tiefkühl-) Produkte kaufen (weniger Verarbeitung und Verpackung)
– weniger tierische Produkte essen; Verzehr von Rindfleisch weitgehend vermeiden (weniger Methanbildung)
– weniger Essen wegwerfen – gezielter Einkaufen; Lebensmittel oft nach Ablauf des MHD-Datums noch geeignet

Dein Handabdruck für die Agrar- und Ernährungswende – in Do-It-Guide von GermanWatch zum Loslegen (url-Link)

▽ Geld nachhaltig investieren

– Ergänzen Sie Ihre klassischen Kriterien (Rentabilität, Liquidität, Sicherheit) um die ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Governance).
– Spenden Sie für Projekte, die nachhaltige Entwicklung und diakonisches Handeln stark benachteiligter Menschen/Regionen ermöglichen.

▽ CO2 Kompensation über Klima-Kollekte:

Wer seinen CO2-Fußabdruck verringern möchte, kann auch über den kirchlicher Kompensationsfonds Klima-Kollekte wichtige Projekte zur CO2-Einsparung fördern.

▽ Einfluss auf Entscheider nehmen:

Nehmen Sie Einfluss auf den Stadtrat, den Bürgermeister, die Amtsträger und Gremien in den Kirchen, auf Vorstände in Vereinen und Initiativen. Werden Sie zum Multiplikator und Vernetzen Sie sich mit Gleichgesinnten. Eine Bewegung von der Basis kann sehr machtvoll sein.

—  Wirken in Gruppen

Wer auf dem Weg zu mehr Einsparungen ist, wird schnell feststellen: in einer Gruppe geht vieles leichter. Sei ansteckend: z.B. durch ein „Grünes Picknick“ als Gartenparty andere animieren, durch regionale, saisonale und vegetarische Gerichte für ein Mitbring-Buffet sich auf kreative und genussvolle Art auf eine nachhaltige Ernährung neugierig zu machen. Ein solches „Grünes Picknick“ bietet sich auch für eine Kirchengemeinde an. Eine kleine Nachhaltigkeits-Tombola. -Spiele oder eine Probefahrt auf einem Lastenrad machen neugierig auf mehr.

Hier gibt es einen Übersicht über die Nachhaltigkeit-Initiativen in Raum Soest; auch ist ein Mitwirk-O-Mat für Soest geplant; auf dem monatlichen Klimatreff oder dem Energiestammtisch ist eine Vernetzung gut möglich..

Umschauen, Netzwerke nutzen, Unterstürzung suchen, gutes Tun und darüber sprechen


—  öffentliches Auftreten / politisches Wirken

„Misch Dich ein. halte Dich nicht raus aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Mach dich sachkundig. Nimm den Spaten und betrachte die Erde. Lies die Seekarten. Sprich mit den Fischen, sie werden dich anhören. Und prüfe den Fahrplan der Zukunft. Mach keine Karriere, sondern widerstehe in Jesu Namen.“ (Brief des Superintendent Präses der Ev. Landeskirche Rheinland Peter Beier an seinen Enkel).

  • Du suchst nach neuen und wirksamen Handlungsoptionen, um aktiv zu werden und einen Unterschied zu machen?
  • Du willst besser verstehen, wie sich Gesellschaften oder einzelne Systeme in Gesellschaften verändern, und was es dafür braucht?
  • Du suchst nach lokalen Projekten, denen du dich engagieren kannst?
  • Du willst deine Gemeinde nachhaltiger machen und sucht nach guten Beispielen?

—  Ideenbörse  —

LASST UNS DEN UMWELT- UND KLIMASCHUTZ GESTALTEN.

Webseite des Erzbistum Köln
https://www.klima-kirche.de/start/

Nachhaltig handeln, Schöpfung bewahren – Veranstaltungen der Erwachsenenbildung
Bildungswerk der Erzdiözese Köln

https://anders-wachsen.de/
mit tollen Anregungen und Praxisbeispielen


—  sich einmischen    —

Ein Do-It-Guide zum Loslegen
Dieser Do-It-Guide bereitet konkrete Ideen zur Vergrößerung des eigenen Handabdrucks für einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen auf. Er bietet Anregungen für kreatives und wirkungsvolles Engagement für eine Ressourcenwende in den Bereichen

  • Bauen und Wohnen,
  • Teilen und Leihen
  • Investieren
  • Reparieren
  • Einkaufen
  • Verpflichten
  • Fahren, Laufen und Radeln

weitere Infos unter www.germanwatch.org (url-Link)
Den Do-It-Guide als Download, pdf 6,5 MB (url-Link)

—  Vorbild sein  —

  • auf der individuelle Ebene den ökologischen Fußabdruck verkleinern
    durch Werte, Wissen und Verhaltensänderung
  • mit transformatives Engagement auf der strukturelle Ebene den ökologischen Handabdruck vergrößern
    durch systemisches Denken und Handlungskompetenz


—  Aktiv werden mit den Christians for Future

Die Christians for Future (C4F) sind Christ:innen unterschiedlicher Konfessionen, ein Teil der globalen For-Future-Bewegung. Wir werden von Kirchenleitungen und der Öffentlichkeit als wichtiger Fürsprecher und Lobbyist der Schöpfung wahrgenommen. Es ist gelungen, den Begriff „Bewahrung der Schöpfung“ als christliche Kernbotschaft wieder in der Gesellschaft zu etablieren. So motiviert wurden überregionale Arbeitsgruppen der C4F gegründet, die u.a. eine „Checkliste Nachhaltigkeit in der Gemeinde“ entwickelt haben und die Vernetzung mit den Kirchenleitungen und der „Mittleren Ebene“ unterstützen.

Die enge Kooperation mit den anderen XFF-Gruppierungen und deren personelle Unterstützung stärkte die Zusammenarbeit. So werden die C4F als wichtige politische Kraft in der XFF-Bewegung wahrgenommen und deren Kernbotschaft wohlwollende wahrgenommen.

Weitere Infos auf (https://christians4future.org/)



—  Bildung für nachhaltige Enwicklung (BNE)



—  in der Kinder- u. Jugendarbeit



—  Buchempfehlung