Aus Sorge ums gemeinsame Haus

WORT ZUM SONNTAG von HEIDE MERTENS, 28.08.2021

Morgen beginnt in Soest die vom ökumenischen AK „Kirche und Klima“ ausgerufene Klimawoche. Sie soll Anregung geben, wie Verantwortung für die Schöpfung in lokales Handeln umgesetzt werden kann. Genau das ist dringend und hochaktuell. Die Flutkatastrophe in der Eifel, die Waldbrände im Mittelmeerraum und Millionen Klimaflüchtlinge – all das zeigt uns, wie sehr wir die Schöpfung miss-achtet haben und dass es Zeit ist, umzudenken und zu handeln. Papst Franziskus hat das bereits 2015 in seiner Enzyklika „Laudato si“ sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Er bezieht sich auf den Sonnengesang des Heiligen Franziskus, der von „unserer Schwester, Mutter Erde“ spricht, „die uns erhält und lenkt (…)“. (1):

„Diese Schwester schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr auf-grund des unverantwortlichen Gebrauchs und des Missbrauchs der Güter zufügen, die Gott in sie hineingelegt hat. Wir sind in dem Ge-danken aufgewachsen, dass wir ihre Eigentümer und Herrscherseien, berechtigt, sie auszuplündern. Die Gewalt des von der Sünde verletzten menschlichen Herzens wird auch in den Krankheitssymptomen deutlich, die wir im Boden, im Wasser, in der Luft und in den Lebewesen bemerken. (…)“

„(…) Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen, denn wir wissen, dass sich die Dinge ändern können.(…)

„(…) Ich lade dringlich zu einem neuen Dialog ein über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten. Wir brauchen ein Gespräch, das uns alle zusammenführt, denn die Herausforderung der Umweltsituation, die wir erleben, und ihre menschlichen Wurzeln interessieren und betreffen uns alle.“

(1) Alle Zitate aus der Enzyklika „Laudato si“. Auszüge aus den Ab-schnitten 1,2,13 und 14.

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