Schöpfungsverantwortung im Themen-Parcours des PR-Soest

am 05.03.22 in St. Patrokli, Soest

Das Thema Schöpfungs- und Weltverantwortung wurde als „Offenes Thema“ durch die Ortsgruppe der Christians for Future präsentiert. Als sozial-ökologisch aktiver Christ weist F.-J. Klausdeinken darauf hin, dass neben der Enzyklika Laudato Si von Papst Franziskus der Leitgedanken des Zielbild 2030+ des Erzbistum Paderborn das Engagement besonders prägt.

Unsere Schöpfungs- und Weltverantwortung äußert sich in einer konsequent nachhaltigen Gestaltung von pastoralem und kirchlichem Leben. Deshalb beteiligen wir uns erkennbar an aktuellen gesellschaftlichen Debatten und stärken auch auf diese Weise das diakonische Engagement.“ (ErzB PB)

An Hand des Ukraine-Kriegs wurden die konkreten Auswirkungen für unsere Handeln vor Ort beleuchtet. Eine Teilnehmerin äußerte: „Mir wurde jetzt erst klar, dass wir mit den fossilen Energien einen russischen Aggressor füttern. Es wird Zeit hier auszusteigen.“ Und ein anderer Teilnehmer formulierte: „Wir haben viele Jahre verschlafen. Wir müssen jetzt dringend klimaneutrale und nachhaltige Kirchengemeinde werden.“ Die Schwerpunkte waren:

  • Fossile Energien befeuern Krieg
  • Aus fossilen Energieträgern aussteigen und klimaneutral werden
  • Migration menschenwürdig gestalten
  • Ökologische Gerechtigkeit durch nachhaltige Lebensstile
  • soziale und globale Gerechtigkeit
  • Beteiligung an gesellschaftlichen Debatten
  • konkretes Handeln für, mit und in der Gesellschaft

Auch die durch die hohen Energiepreise stark gestiegenen Kundenzahl der Soester Tafel war ein Alarmzeichen, hier als Kirche viel stärker aktiv zu werden.

Details unter „Der Krieg in der Ukraine und unser Handelnurl-Link

In den zahlreichen intensiven Gesprächen mit den Interessierten wurde klar, dass die konsequent nachhaltige Gestaltung von pastoralem und kirchlichem Leben ein zentrales Anliegen vieler Teilnehmer ist. Auch die erkennbare Beteiligung an den aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen und eine viel stärker Ausrichtung an den Bedürfnisse der Menschen im Sozialraum waren deutliche Anliegen.

Der Vertreter der C4F, Franz-Josef Klausdeinken, erläutert: Um dem gefährlichen Klimawandel entgegenzuwirken und glaubhaft eine Vorbildfunktion einnehmen zu können, müssen wir als Kirche zielorientiert und konsequent die Klimaziele umsetzen. Zu den „Zehn Thesen zum Klimaschutz“ gehört auch: die Laudato si’ leben, aus den fossilen Energieträgern aussteigen und nachhaltige Lebensstile praktizieren und fördern.

In dem Zusammenhang wurden auch die zwei großen Gruppenreisen des PR-Soest nach Rom und Irland diskutiert. Viele äußerten Unverständnis und forderten ein nachhaltiges Umdenken.

Handele jetzt für die Schöpfung

Wer mitdiskutieren oder aktiv werden möchte, ist herzlich willkommen. Kontaktaufnahme über mail@cc4f-soest.org

Zentrale Forderungen der C4F sind:

  • die prophetische Stimme der Kirchen erheben
  • die Umstellung des eigen Handelns in den Kirchen
  • ein Bewusstseinswandel innerhalb der Kirchen

Wir Christ:innen gewinnen Zukunft aus der lebensverändernden Kraft des Evangeliums und unserem Einsatz für die Gesellschaft.

Auszug aus der Pressemeldung „Menschliche „1,5“ wird Zeichen für Klimaschutz“ des ErzB PB (url-Link)