Humanitäre Hilfe für die Ukraine

Aufruf von Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international

Seit dem Beginn des groß angelegten Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine im Februar 2022 befindet sich das Land in einer andauernden humanitären Notlage. Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen: viele fliehen ins Ausland, andere bleiben als Binnenvertriebene innerhalb der Ukraine und suchen Sicherheit in weniger umkämpften Regionen. Die Infrastruktur, insbesondere Energie-, Wasser- und Versorgungssysteme, ist massiv beschädigt, was die Lebensbedingungen der Zivilbevölkerung zusätzlich verschärft.

2. Diakonie Katastrophenhilfe – Nothilfe und längerfristige Unterstützung

Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft zur finanziellen Unterstützung auf, um umfassende Nothilfe- und Wiederaufbauprojekte für vom Krieg betroffene Menschen zu finanzieren.

Zentrale Maßnahmen:

  • Winter- und Kältehilfe: Lieferung von Generatoren, Heizmaterial und finanziellen Mitteln (Cash- und Voucher-Programme), damit Familien selbst entscheiden können, welche lebenswichtigen Güter sie benötigen.
  • Psychosoziale Unterstützung und Bildungsförderung: Projekte wie „Bunte Kindheit“ richten sich an Kinder und Jugendliche, die durch Krieg und Vertreibung stark belastet sind.
  • Ökonomische Stärkung: Trainings, Coaching-Programme und Mikrozuschüsse unterstützen vor allem geflüchtete Frauen beim Aufbau eigener wirtschaftlicher Perspektiven.
  • Evakuierung und Schutz: Koordination von Evakuierungen aus gefährdeten Gebieten und Bereitstellung sicherer Unterkünfte mit Grundversorgung.

Die Organisation arbeitet eng mit lokalen Partnern in der Ukraine und in angrenzenden Ländern zusammen und nutzt transparente Fundraising-Mechanismen, die regelmäßig geprüft werden (z. B. DZI-Spendensiegel).

3. Caritas international – Einsatz an vorderster humanitärer Front

Caritas international dokumentiert die Situation in der Ukraine vier Jahre nach Beginn des Krieges und richtet einen Spendenaufruf für konkrete Hilfsmaßnahmen an Unterstützer:innen.

Wesentliche Unterstützungsfelder:

  • Notfall-Winterhilfe: Bereitstellung von Brennstoff, winterfesten Haushaltsartikeln, Decken und Schlafsäcken, vor allem angesichts extremer Kälte und wiederholter Stromausfälle in Wohngebieten.
  • Tägliche Versorgung: Lebensmittelpakete, Hygienesets und warme Kleidung für Menschen, die durch fortlaufende Angriffe und infrastrukturelle Schäden in ihrer Existenz bedroht sind.
  • Psychosoziale, juristische und administrative Unterstützung: Caritas-Teams begleiten Vertriebene, helfen bei der Dokumentenbeschaffung und leisten psychosoziale Betreuung, etwa in „Child-Friendly-Spaces“, speziell für vom Krieg traumatisierte Kinder.
  • Mobile Hilfsteams: Mitarbeitende besuchen alte, kranke oder eingeschränkte Personen auch in abgelegenen Ortschaften, um unmittelbare Grundversorgung zu leisten und soziale Betreuung bereitzustellen.

Caritas international unterstreicht die Dringlichkeit der Spenden, da weiterhin Millionen Menschen in der Ukraine und in Nachbarländern von der humanitären Unterstützung abhängig sind.

4. Gemeinsame Herausforderungen und Dringlichkeit

Beide Organisationen betonen, dass die humanitäre Lage im Land weiterhin akut und lebensbedrohlich ist:

  • Die anhaltenden Kampfhandlungen haben zu massiven Zerstörungen geführt, die besonders fragile Bevölkerungsgruppen wie ältere Menschen, Kinder, Alleinerziehende und chronisch Kranke gefährden.
  • Winterkälte und Energieausfälle verschärfen die Notlage zusätzlich, insbesondere in abgelegenen Regionen und innerhalb der Frontlinien.
  • Die Hilfe vor Ort umfasst Verantwortlichkeiten von der Grundversorgung bis zur psychosozialen Stabilisierung und deckt kurzfristige Nothilfe ebenso ab wie längerfristige Resilienz- und Wiederaufbauarbeit.

5. Fazit

Der Krieg in der Ukraine stellt die Zivilbevölkerung weiterhin vor extreme Herausforderungen. Spenden und Unterstützung durch zivilgesellschaftliche Akteure wie Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international sind entscheidend, um Menschen in akuter Not wirksam zu helfen. Beide Organisationen verbinden dabei direkte Nothilfe mit langfristigen Maßnahmen, die auf die Bedürfnisse besonders verletzlicher Gruppen eingehen, und appellieren an die internationale Gemeinschaft zur fortgesetzten Solidarität.

Spendenaufruf von Caritas international (Link)
Spendenaufruf von Diakonie Katastrophenhilfe (Link)

Bilder: Quelle Caritas und Diakonie