ein dringender Aufruf zu einem gerechten Übergang jenseits fossiler Brennstoffe

Manifest der Kirchen des globalen Südens für unser gemeinsames Haus – Auf dem Weg zum Frieden mit der Schöpfung: ein dringender Aufruf zu einem gerechten Übergang jenseits fossiler Brennstoffe.
Das „Manifest der Kirchen im Globalen Süden“ ist ein gemeinsamer Aufruf christlicher Gemeinschaften aus dem Globalen Süden und Europa zu mehr Klimagerechtigkeit und einem grundlegenden ökologischen Wandel. Ausgangspunkt ist die Diagnose einer tiefen globalen Krise: Klimawandel, soziale Ungleichheit und Umweltzerstörung bedrohen sowohl die Erde als auch besonders die armen und marginalisierten Bevölkerungsgruppen. Das Manifest spricht vom „Schrei der Erde und der Armen“ und betont die moralische Verantwortung der Menschheit, darauf zu reagieren.
Zentral ist die Forderung nach einer „gerechten Transformation“ weg von fossilen Energien. Diese Transformation soll jedoch nicht nur technisch erfolgen, sondern soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte und die Würde betroffener Gemeinschaften in den Mittelpunkt stellen. Kritisiert werden sogenannte „falsche Lösungen“, etwa rein marktorientierte oder technologische Ansätze, die bestehende Ungleichheiten verschärfen.
Das Manifest versteht ökologische Krise und soziale Krise als untrennbar verbunden. Es ruft daher zu einer „ökologischen Umkehr“ auf, die individuelles Verhalten ebenso einschließt wie strukturelle Veränderungen in Wirtschaft und Politik. Dabei spielen indigene Perspektiven, lokale Gemeinschaften und alternative Lebensweisen eine wichtige Rolle.
Zugleich ist das Dokument ein politischer Appell: Regierungen, Unternehmen und internationale Institutionen sollen verbindliche Maßnahmen ergreifen, um Klimaschutz, Frieden und Gerechtigkeit zu fördern. Die Kirchen sehen sich selbst als aktive Akteure, die Widerstand gegen zerstörerische Systeme leisten und solidarische Alternativen stärken.
Insgesamt verbindet das Manifest religiöse Ethik mit globaler Verantwortung und versteht den Schutz der „gemeinsamen Heimat“ als zentrale Aufgabe der Gegenwart.
Manifesto of the churches of the global south for our common home – Towards peace with creation: an urgent call for “a just transition beyond fossil fuels.”- (Download pdf)
Das Schreiben reiht sich ein in die Aktivitäten der Weltkirche, die die Weltklimakonferenzen begleiten und die erstmals ausgerichtete „Transitioning Away from Fossil Fuels“-Konferenz in Santa Marta, Kolumbien, vom 24.-29. April unterstützen.
Meldung auf EINE ERDE (Link)