Meldung vom 20.05.25

Christliche Organisationen dringen auf beschleunigte Energiewende
Christliche Organisationen aus ganz Europa drängen auf eine deutlich schnellere Energiewende. In einem gemeinsamen Appell fordern sie Politik und Wirtschaft auf, den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas konsequent voranzutreiben und den Ausbau erneuerbarer Energien stärker zu fördern. Die Initiative versteht Klimaschutz nicht nur als politische oder wirtschaftliche Aufgabe, sondern als Ausdruck christlicher Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung.
Die Organisationen verlangen unter anderem einen verbindlichen Fahrplan für den Abschied von fossilen Energieträgern, höhere Investitionen in Wind- und Solarenergie sowie eine dauerhafte Besteuerung außergewöhnlicher Gewinne fossiler Unternehmen. Aus ihrer Sicht reichen die bisherigen Maßnahmen nicht aus, um die Klimaziele einzuhalten und die Folgen der Erderwärmung wirksam zu begrenzen.
Dabei verweisen die Kirchen und Hilfswerke auf die sozialen Folgen der Klimakrise. Besonders Menschen in ärmeren Regionen seien von Dürren, Überschwemmungen und anderen Extremwetterereignissen betroffen, obwohl sie am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen hätten. Klimaschutz sei deshalb auch eine Frage globaler Gerechtigkeit und der Solidarität mit benachteiligten Menschen.
Die Forderungen stehen im Kontext eines wachsenden kirchlichen Engagements für Nachhaltigkeit. Viele Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen investieren bereits in erneuerbare Energien, klimafreundliche Gebäude und nachhaltige Beschaffung. Die Organisationen sehen darin ein wichtiges Zeichen, betonen jedoch, dass die notwendigen Veränderungen nur mit klaren politischen Rahmenbedingungen gelingen können.
Kernaussage: Für die christlichen Organisationen ist die Energiewende weit mehr als ein technisches Modernisierungsprojekt. Sie verstehen sie als moralische Verpflichtung gegenüber Gottes Schöpfung, kommenden Generationen und den Menschen, die schon heute besonders unter den Folgen des Klimawandels leiden.
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