CC4F als Schöpfungsbotschafterin und Impulsgeberin – gemeinsam, vielfältig, nachhaltig und zukunftsorientiert
Die Christians & Churches for Future Soest – CC4F Soest – stehen für eine Form von Heimat, die nicht von Herkunft, Milieu oder Weltanschauung bestimmt wird, sondern von der Bereitschaft, sich einzubringen: Begegnung ermöglichen, Beteiligung fördern und Zusammenhalt stärken. Seit 2021 entstehen daraus in Soest immer wieder neue Orte, Projekte und Netzwerke, die Menschen miteinander und mit den Zukunftsfragen unserer Stadt verbinden.
Ein besonderer Ausdruck dafür ist die „Schöpfungszeit“: Über mehrere Wochen wird Soest zu einem öffentlichen „Hoffnungsort“, an dem Kirchen, Initiativen, Vereine, Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Einzelpersonen gemeinsam Veranstaltungen, Ausstellungen und Mitmachangebote gestalten. Im Laufe der Jahre ist so ein vielfältiges gesellschaftliches Netzwerk geworden. Menschen begegnen sich, bringen ihre unterschiedlichen Perspektiven ein und entdecken, was sie verbindet. Die Schöpfungszeiten wurden inzwischen mehrfach auf Landes- und Bundesebene ausgezeichnet. Besonders gewürdigt wurden die vielfältige Beteiligung, das gemeinsame Handeln und die daraus entstandenen neuen Kooperationen.
Heimat bedeutet für uns auch, junge Menschen ernst zu nehmen und ihnen Raum für eigene Ideen zu geben. Mit dem „Hoffnungsort Jugend“ entwickeln wir kreative und interaktive Bildungsangebote zu Nachhaltigkeit, Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung. Beim ersten Young Climathon Soest kamen rund 160 Schülerinnen und Schüler aus fünf Schulen mit Stadtverwaltung, Wirtschaft und Hochschule zusammen. In gemischten Teams entwickelten sie konkrete Lösungen für reale Herausforderungen und präsentierten diese einer Jury. Das Format wird 2027 fortgesetzt.
Auch über Generationen und Milieus hinweg entstehen neue Verbindungen. Beim Projekt „Zukunft schmeckt – Ernährung im Klimawandel“, entstanden aus einer Idee beim Klimaforum, arbeiteten zehn sehr unterschiedliche Akteure zusammen – von kulinarischen Initiativen über Bildungs- und Umweltgruppen bis hin zu kirchlichen Akteuren. Jede Gruppe brachte ihre eigenen Fähigkeiten und Perspektiven ein. So wurde aus einem gemeinsamen Thema ein tragfähiges Netzwerk.
Begegnung und Beteiligung verstehen wir dabei ausdrücklich als demokratische Aufgabe. Mit Projekten zu Demokratie und Schöpfungsverantwortung wollen wir Menschen ermutigen, sich einzumischen, Verantwortung zu übernehmen und die notwendige gesellschaftliche Transformation konstruktiv mitzugestalten. Besonders Jugendliche und junge Wählerinnen und Wähler sollen erfahren: Demokratie lebt nicht nur von Wahlen, sondern vom eigenen Engagement und vom gemeinsamen Handeln.
Dahinter steht eine einfache Zukunftsidee: Soest soll eine Stadt sein, in der ökologisches, soziales und gerechtes Handeln zusammengehören. Mit „SOfuture“, „SOkratie“ und dem „Zukunftstisch“ entwickeln wir dafür Bilder und Formate, die globale Zukunftsfragen auf unsere Stadt herunterbrechen. Der Zukunftstisch soll die 17 Nachhaltigkeitsziele mit konkreten Fragen des Lebens in Soest verbindet – und lädt Menschen dazu ein, gemeinsam darüber nachzudenken und zu handeln.
Damit entsteht Heimat nicht als nostalgischer Blick zurück, sondern als gemeinsames Projekt für morgen. Eine Heimat, in der unterschiedliche Menschen willkommen sind, ihre Fähigkeiten einbringen können und erleben: Ich kann etwas bewegen – und ich bin dabei nicht allein.
Genau darin sehen wir die Preiswürdigkeit unseres Engagements: Wir schaffen Räume für Begegnung, eröffnen Möglichkeiten zur Beteiligung und bauen Brücken zwischen unterschiedlichen Akteuren in der Stadtgesellschaft, Jung und Alt, Bildung, Verwaltung, Wirtschaft, Kirche und Initiativen. Wir verbinden Werte mit konkretem Handeln und machen aus vielen einzelnen Engagierten eine Gemeinschaft, die Verantwortung für ihre Stadt und ihre Zukunft übernimmt.
So wird aus Engagement Heimat: gemeinsam, vielfältig, nachhaltig und zukunftsorientiert.
(Bewerbungstext Heimatpreis 2026)
