Erzbischof Bentz zur Iran-Krise: Militäreinsatz „hochgradig unverantwortlich“

Kriege und ihre verheerenden Folgen für Menschen und Natur

Erzbischof Bentz hat in einem exklusiven Interview mit Vatican News den laufenden Militäreinsatz gegen den Iran als „hochgradig unverantwortlich“ eingestuft. Der Erzbischof von Sindelfingen kritisiert damit scharf die Bombardierungen durch USA und Israel, die seit Anfang März 2026 eskalieren.

Völkerrechtsverstoß und Eskalationsgefahr

Bentz betont, dass ein Präventivkrieg klar gegen internationales Recht verstößt. „Solche Aktionen bergen das Risiko einer unkontrollierbaren Kettenreaktion im Nahen Osten“, warnt er und verweist auf die humanitären Folgen für Zivilisten. Er fordert sofortige diplomatische Verhandlungen statt weiterer Gewaltanwendung.

Kirchenkritik im Kontext

Die Haltung des Erzbischofs spiegelt die wachsende Sorge der Kirchenführer wider. Ähnlich äußerten sich Pax Christi und europäische Bischöfe zu völkerrechtswidrigen Bombardements. Papst Leo XIV. ließ seine Friedensappelle bisher indirekt verkünden, doch Bentz spricht nun klar aus.

Dieser Konflikt bleibt hochaktuell – Frieden durch Dialog ist der einzige Weg.Grundlage für eine lebenswerte Zukunft.

Zum Bericht auf www.vaticannews.va (Link)

Kriege und ihre verheerenden Umweltfolgen

Kriege zerstören nicht nur menschliches Leben, sondern hinterlassen auch tiefe Narben in der Umwelt durch direkte Zerstörung, Ressourcenverschwendung und massive CO₂-Emissionen. Diese Effekte verschärfen die Klimakrise und erschweren langfristig den Wiederaufbau.

Menschliche Verluste und indirekte Umweltschäden

Das Töten von Menschen in Kriegen führt indirekt zu Umweltbelastungen, da Überlebende in degradierten Gebieten hungern und Ressourcen übernutzen. Zerstörte Infrastruktur wie Kraftwerke und Raffinerien vergiftet Grundwasser und Luft mit Schwermetallen und Chemikalien.

Direkte Zerstörung von Ökosystemen

Bombardements vernichten Wälder, Brutstätten und Tierpopulationen, wie im Ukraine-Krieg, wo Ökosysteme und Wandervögel leiden. Bodendegradation durch schwere Maschinen macht Land unfruchtbar, während Trümmer mit Asbest und Sprengstoffen jahrzehntelang sickern.

Ressourcenverschwendung durch Waffenproduktion

Die Herstellung von Waffen, Panzern und Flugzeugen verbraucht enorme Mengen Rohstoffe und Treibstoff – allein ein Eurofighter stößt pro Flugstunde so viel CO₂ aus wie der Jahresfußabdruck eines Deutschen. Weltweite Rüstungsausgaben von 1,98 Billionen US-Dollar (2020) fehlen für Klimaschutz.

CO₂-Belastung: Konkrete Schätzungen

Im Ukraine-Krieg wurden bis 2025 etwa 230 bis 311 Millionen Tonnen CO₂ freigesetzt, hauptsächlich durch Militärfahrzeuge (ca. 37-38%), Waldbrände (20%) und Wiederaufbau. Das Militär insgesamt emittiert mehr CO₂ als der Flugverkehr; allein das US-Verteidigungsministerium übertrifft ganzer Länder wie Dänemark.