WEIHNACHTEN LADT ZUM AUFBRUCH EIN

Gedanken aus der Zeitungsbeilage „Weihnachten im Erzbistum Paderborn“

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Kurz vor dem Weihnachtsfest wird den Zeitungen im Erzbistum Paderborn wieder ein Magazin beiliegen. In „Weihnachten im Erzbistum Paderborn“ erwarten Sie zahlreiche Artikel rund um Weihnachten. Ein Hausgottesdienst ermöglicht Ihnen das Weihnachtsfest Zuhause auch ohne den Besuch eines Gottesdienstes gebührend feiern zu können. Das Magazin enthält außerdem interessante Weihnachts-Rezepte und auch für Kinder sind ein paar Seiten vorbehalten.

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WEIHNACHTEN LÄDT ZUM AUFBRUCH EIN

Ist das schon alles gewesen? Diese Frage stellen sich viele Menschen im Verlauf ihres Lebens. Plötzlich kommt sie auf: Soll ich nicht doch noch den Aufbruch wagen? Soll ich etwas im eigenen Leben ändern? Es gibt im Leben Situationen, in denen Unzufriedenheit wächst und mit ihr die Unruhe. Zum Beispiel Träume oder zumindest Ideen, die ich nicht verwirklicht habe. Ziele, die ich nicht erreicht habe. Und meistens bleibt in solchen Situationen die Frage: Habe ich die Kraft und den Mut zur Veränderung?

In der bekannten Weihnachtserzählung des Lukasevangeliums wird eine Erfahrung berichtet, die auch ich selbst mir in solchen Situationen wünsche: die Erfahrung der Hirten vor den Toren von Bethlehem. Leider erfährt man nur wenig über diese biblischen Personen. Deshalb kann ich nur vermuten, wie es ihnen ging, als sie auf den Feldern Wache hielten – allein, mitten in der Nacht, noch nicht wissend, dass in ihrer unmittelbaren Nähe gerade Jesus geboren worden war.

Ich kann mir vorstellen, dass auch sie sich diese Frage stellten: „Ist das schon alles gewesen?“ Denn Hirten führten damals ein hartes und armes Leben. Vielleicht überlegten sie, ob es nicht einen anderen Weg für sie geben könnte. Falls sie so dachten, dürften ihre Hoffnungen wohl nicht allzu hoch gewesen sein.

Doch dann brach in der Weihnachtsnacht etwas Unfassbares in ihr Leben ein. Der Evangelist Lukas schildert es so:
„Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine grosse Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr.“ (Lk 2,9–11)

Lukas erzählt weiter, dass die Hirten daraufhin zu dem Stall eilten, den der Engel ihnen beschrieben hatte. Sie erblickten den neugeborenen Jesus in der Krippe. Dann kehrten sie aufs Feld zurück und rühmten und priesen Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten (Lk 2,20).

Quelle Zeitungsbeilage „Weihnachten im Erzbistum Paderborn“

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