Lasst die Waffen schweigen!

Ein Aufruf zum Frieden in einer zerrissenen Welt

Am 24. Februar 2022 begann der umfassende Krieg in der Ukraine, als russische Truppen in das Nachbarland einmarschierten. Vier Jahre danach ist dieser Konflikt zu einem Symbol der massiven Zerstörung, des menschlichen Leids und der geopolitischen Spannungen geworden. Vor diesem Hintergrund hat Papst Leo XIV bei seinem Angelusgebet am 22. Februar 2026 erneut einen leidenschaftlichen Friedensappell gerichtet: „Lasst die Waffen schweigen!“ – ein Ruf, der weit über die Grenzen der Kirche hinaus hallt.

Die Tragödie des Krieges vor Augen

In seiner Ansprache von der Loggia des Apostolischen Palastes in der Vatikanstadt unterstrich der Papst die grauenhaften Auswirkungen dieses Konflikts auf die Zivilbevölkerung: unzählige Tote, zerstörte Familien und eine Spur der Verwüstung, die Generationen prägen werde. Der Krieg sei eine „Wunde, die der gesamten Menschheitsfamilie zugefügt wird“ – und deshalb könne der Frieden „nicht aufgeschoben werden“.

Angesichts dieser Wirklichkeit forderte er ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen. Bombardierungen und Gewalt müssten eingestellt, ein Waffenstillstand unverzüglich erreicht werden. Doch dies allein reiche nicht: Der Weg zum Frieden müsse über Dialog, Verhandlung und echte politische Verantwortung führen.

Ein globaler Appell – über den Krieg hinaus

Der Ruf „Lasst die Waffen schweigen!“ ist nicht auf den Ukraine-Konflikt beschränkt. Er spannt einen breiten Bogen über die weltweiten Gewaltkonflikte und Krisen:

  • Schon zuvor hatte der Papst dazu aufgerufen, die „Pandemie der Waffen“ zu beenden und die internationale Gemeinschaft zu einem tiefgreifenden Umdenken im Umgang mit Gewalt und Militarismus zu bewegen.
  • In seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2026 sprach er von einer Vision des „unbewaffneten und entwaffnenden Friedens“, der durch Dialog und die Umkehr der Herzen verwirklicht werden müsse.
  • In zahlreichen weiteren Ansprachen forderte er, dass der Schutz des Lebens und die Achtung der Menschenrechte die Grundlage aller internationalen Beziehungen bilden – ein Plädoyer für Verständigung statt Konfrontation.

Warum dieser Appell wichtig ist

Der wiederholte Ruf des Papstes zur Beendigung der Waffen spricht mehrere Ebenen an:

  1. Menschlichkeit vor Macht: Der Krieg in der Ukraine hat nicht nur politische Fronten, sondern vor allem menschliches Leid sichtbar gemacht – sterbende Kinder, obdachlose Familien, zerstörte Städte.
  2. Gewalt führt nicht zu Frieden: Waffen können Fronten verschieben, aber sie lösen keine Konflikte dauerhaft. Frieden entsteht dort, wo Menschen und Nationen den Mut finden, miteinander zu sprechen.
  3. Gemeinsame Verantwortung: Der Appell richtet sich nicht nur an die Kriegsparteien, sondern an alle Menschen guten Willens – an politische Entscheidungsträger, Gemeinschaften und Bürger, die sich für Gerechtigkeit, Versöhnung und nachhaltige Resolution engagieren müssen.

Ein Aufruf zur Hoffnung

„Lasst die Waffen schweigen!“ – dieser Satz ist mehr als ein Wunsch; er ist ein Appell an die kollektive Vernunft und Moral der Weltgemeinschaft. Frieden darf nicht als unrealistische Utopie abgetan werden, sondern muss aktiv gestaltet werden – durch Dialog, durch Diplomatie, durch das unaufhörliche Streben nach Gerechtigkeit und menschlicher Würde.

In einer Welt, in der Konflikte allzu leicht zur Gewohnheit werden, erinnert dieser Friedensruf daran, dass jede Waffe, die schweigt, Platz schafft für die Stimme der Versöhnung.

Den Artikel Papst-Appell zur Ukraine: „Lasst die Waffen schweigen!“ auf www.vaticannews.va lesen (Link)