1,1 Milliarden Kinder weltweit Klimarisiken ausgesetzt

UNICEF legt umfassenden Klimarisikoatlas vor
Die Klimakrise trifft Kinder am härtesten – und das mit wachsender Wucht. Laut UNICEF sind weltweit Millionen Kinder zunehmend von extremer Hitze, Wasserknappheit, Überschwemmungen und klimabedingten Krankheiten betroffen. Besonders alarmierend ist dabei die Ungleichheit: Diejenigen, die am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben, leiden am stärksten unter ihren Folgen. Für viele Kinder im globalen Süden ist die Klimakrise längst Alltag – mit direkten Auswirkungen auf Gesundheit, Bildung und Zukunftschancen.
Gerade hier wird die besondere Verantwortung der Industrieländer deutlich. Über Jahrzehnte hinweg haben sie durch hohen Energieverbrauch, fossile Abhängigkeit und ressourcenintensive Lebensstile den Klimawandel maßgeblich verursacht. Heute verfügen sie über die technologischen, finanziellen und politischen Möglichkeiten, wirksam gegenzusteuern – doch vielfach fehlt es am notwendigen Tempo und an konsequentem Handeln. Klimaschutz ist deshalb nicht nur eine ökologische, sondern vor allem eine Frage globaler Gerechtigkeit.
Papst Franziskus erinnert in seiner Enzyklika Laudato si’ eindringlich daran, dass wir „alles miteinander verbunden“ sehen müssen. Die Sorge um die Schöpfung ist untrennbar mit der Sorge um die Schwächsten verbunden – und dazu gehören in besonderer Weise die Kinder. Wer die Umwelt zerstört, nimmt zukünftigen Generationen ihre Lebensgrundlage. Daraus erwächst eine klare christliche Verantwortung: für Bewahrung der Schöpfung, für Solidarität und für konkrete Veränderung.
Kinder brauchen mehr als wohlklingende Versprechen. Es geht um Investitionen in klimaresiliente Infrastruktur, Zugang zu sauberem Wasser, stabile Gesundheitssysteme und Bildung. Gleichzeitig sind die Industriestaaten gefordert, ihre Emissionen konsequent zu senken und ärmere Länder finanziell und technologisch zu unterstützen.
Quelle: www.unicef.de (Link)