Die Ev. Kirche von Deutschland will bis 2035 klimaneutral werden und Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit fördern

Beschlüsse der Synode am 10.11.21

Foto EKvW





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Die Zeit ist jetzt – Auf dem Weg zur Klimaneutralität

Die Synode sieht mit Sorge, dass sich nach neuesten Berechnungen des Weltklimarates (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) die Erderwärmung deutlich schneller vollzieht als bisher angenommen. Zugleich bleiben die globalen Anstrengungen bei der Reduktion von Treibhausgasen
weit hinter den Zusagen des Pariser Klimaabkommens zurück.

Beachtliche Erfolge in einzelnen Landeskirchen, Kirchenkreisen und Gemeinden dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit den bisherigen Anstrengungen die gemeinsam beschlossenen Klimaziele der EKD insgesamt erheblich verfehlt wurden. Ein „Weiter so“ kann es deshalb nicht geben. Es braucht große zusätzliche Anstrengungen, vor allem aber verstärkte Formen der Kooperation und Verbindlichkeit, um den Rückstand aufzuholen und das unverzichtbare Ziel der Klimaneutralität zu erreichen.

„Die Synode bittet den Rat der EKD, die Kirchenkonferenz, die Gliedkirchen und das Kirchenamt der EKD, bis zur 3.Tagung der Synode im November 2022 eine datenbasierte Roadmap für einen verbindlichen EKD-weiten Prozess zur Klimaneutralität bis 2035 zu erarbeiten.“ … „Das Präsidium der Synode wird gebeten, in Absprache mit dem Ausschuss Kirche, Gesellschaft und Bewahrung der Schöpfung auf der 3.Tagung der Synode im November 2022 eine solche abgestimmte Klimastrategie zur Diskussion und Beschlussfassung vorzulegen.“

Der Beschluss der Synode vom 10.11.21 (pdf, url-Link)

Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit in der Bildungsarbeit

„Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind für Menschen aller Generationen zentral für Zukunft und Generationsgerechtigkeit. Mit dem EKD-Text „Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben. Die Agenda 2030 als Herausforderung für die Kirchen“ wurde die Schöpfungsverantwortung der Christen und die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit in der evangelischen Bildungsarbeit theologisch begründet.“

„Die Synode sieht die Notwendigkeit, Bildung für nachhaltiges Handeln in der evangelischen Bildungsarbeit noch weiter zu intensivieren. Dazu muss evangelisch profilierte Bildung für nachhaltige Entwicklung und transdisziplinäres und transformatives Lernen – auch in globaler Kooperation – in die Bildungsprogramme aller Bildungsbereiche fest integriert werden.

Sie bittet die Gliedkirchen um die nötige Finanzierung dieser Arbeit. Die Synode regt ferner die Umweltzertifizierung aller Bildungseinrichtungen an. Zudem bittet sie, die Leitungen und Mitarbeitenden in Konzepten der Bildung für Nachhaltigkeit zu qualifizieren.“

Der Beschluss der Synode vom 10.11.21 (pdf, url-Link)

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