—  Was motiviert Menschen, sich zu engagieren? —

  • Wahrgenommene Ungerechtigkeit
  • Emotionen (FLIGHT, FREEZE, FIGHT)
  • Identifikation mit einer Gruppe
  • Kollektive Wirksamkeit

—  Selbstwirksamkeit, Kollektive Wirksamkeit, Partizipative Wirksamkeit

  • durch Alltagshandeln: persönliche Handlungsoptionen nutzen
  • durch aktives Engagement: sich und andere motivieren aktiv werden
  • durch politisches Handeln im öffentlichen Raum: Dringlichkeit emotional erlebbar machen, globale und lokale Bezüge aufzeigen
  • durch aktives Handeln in Organisationen: sich Verbündete im gesellschaftspolitischen Engagement suchen, Meinungsbilder ins Boot holen

—  die Hürden für nachhaltiges Handeln verringern

Die schiefe Ebene kippen, Germanwatch; Abb. L. Dorsch


—  vom Fuß- zum Handabdruck —

Klimagerechtigkeit und ein gutes Leben für alle erfordern eine Menge Veränderung. Privat auf faire und ökologische Optionen zu achten, genügt nicht. Für vieles gibt es ja noch gar keine fairen Optionen. Es kommt darauf an, als Gesellschaft die Strukturen zum Beispiel bei der Ernährung, bei der Mobilität, beim Energieverbrauch und in der Arbeitswelt so ändern, dass Nachhaltigkeit zum Standard wird. Sich dafür wirksam einsetzen – dafür steht der Handabdruck. (Brot für die Welt url-Link)

—  den ökologischen Fußabdruck verkleinern —
Individuelle Ebene

Ob Lebensmittel, Kleidung, Energie und Baumaterial oder schlicht die Luft zum Atmen – unser ganzes Leben hängt davon ab, was die Natur uns zur Verfügung stellt. Aber wie viel können die Ökosysteme uns zur Verfügung stellen? Und wie viel nutzen wir? Was müssen wir tun, damit alle Menschen auf dieser Erde gut leben können? Bei der Beantwortung dieser Fragen hilft der „Ökologische Fußabdruck“.

Lebensstile messbar machen
Die Idee für den Ökologischen Fußabdruck hatten die Wissenschaftler Mathis Wackernagel und William Rees in den 90er Jahren. Sie haben ein Buchhaltungssystem für die Umweltressourcen unserer Erde entwickelt.

Auf der Angebotsseite wird gemessen, welche Flächen der Planet hat: Wälder, Felder, Seen, Meere, Wüsten, Weiden, Steppen, Straßen und Städte. Dabei wird auch die unterschiedliche „biologische Produktivität“ der Erdoberfläche berücksichtigt. Das Ergebnis entspricht der Biokapazität der Erde.

Auf der Nachfrageseite wird berechnet wie viel Biokapazität die Menschen nutzen. Energiegewinnung, Bauland, Viehzucht: Jedes Wirtschaften beansprucht Fläche. Auch Abfälle und Abgase muss die Umwelt verarbeiten. Mit dem Ökologischen Fußabdruck kann man Angebot und Nachfrage vergleichen. Wie viel Natur haben wir? Wie viel brauchen wir? Und wer nutzt wie viel? Die Einheit in diesem Buchhaltungssystem ist die biologisch produktive Fläche – dargestellt in der Maßeinheit „globale Hektar“ (gha).

Quelle und weitere Infos unter: www.fussabdruck.de von Brot für die Welt

Teste Deinen Fußabdruck


Mit 13 einfachen Fragen kannst Du Deinen Fußabdruck schätzen und Tipps für einen fairen Fußabdruck erhalten.

Hier geht’s zum Test (url-Link)

mehr über den Fußabdruck erfahren auf www.fussabdruck.de (url-Link)

Den ökologischen Fußabdruck berechnen!

Für Kinder und Jugendliche gibt es eine gut gestalteten Rechner des ZOOM-Kindermuseums.

Wie viel „Natur“ verbraucht ein Mensch pro Jahr mit seiner Lebensweise? Und würde eine Erde ausreichen, wenn alle Menschen so leben würden wie er oder sie? Der ökologische Fußabdruck zeigt, ob die Lebensweise eines Menschen die Umwelt belastet oder nicht. Dabei wird alles zusammengezählt, was jemand zum Leben braucht und verbraucht, alles was ein Mensch isst und trinkt, was er einkauft, wie er wohnt, was er an Müll und Abgasen produziert.

Berechnet hier euren ökologischen Fußabdruck!

Das Spiel „Berechne deinen ökologischen Fußabdruck“ wurde im Jahr 2007 für die ZOOM Mitmachausstellung „Die Umweltchecker“ entwickelt und im Jahr 2019 adaptiert.

Verein ZOOM Kindermuseum © 2022 – Museumsplatz 1, 1070 Wien

https://klima-arena-jugend.co2-rechner.de/de_DE/start#panel-calc




den eigenen Fußabdruck zu verkleinern hat Grenzen, deshalb

—  den ökologischen Handabdruck vergrößern

Strukturelle Ebene => Transformatives Engagement

Wandel mit Hand und Fuß

Inzwischen wissen Viele, was sie persönlich tun können, um etwas nachhaltiger zu leben. Dafür bietet der ökologische Fußabdruck eine gute Orientierung. Aber die Bemühung um einen nachhaltigen Lebensstil frustriert immer dann, wenn nachhaltige Optionen kompliziert, teuer oder gar nicht verfügbar sind. Hinzu kommt, dass nur ein Teil der Gesellschaft sich überhaupt aktiv um einen fairen Fußabdruck bemüht.

Hier kommt der Handabdruck ins Spiel. Handabdruck-Aktionen verändern die Rahmenbedingungen so, dass nachhaltiges Verhalten leichter, naheliegender, preiswerter oder zum Standard wird. Während man beim Fußabdruck nur seine persönliche Umweltbilanz verbessert, beeinflusst eine Handabdruck-Aktion die Situation für mehrere Menschen.

Quelle und weitere Infos unter www.handabdruck.eu (url-Link)

Wie kann ich meinen eigenen Handabdruck vergrößern?

Frustriert von den Versuchen, deinen ökologischen Fußabdruck zu verringern und nicht nachhaltigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu trotzen? Du möchtest mehr tun, als deinen eigenen Alltag nachhaltiger zu gestalten?

Dein Engagement entfaltet große Wirkung, wenn du nachhaltiges Verhalten für noch mehr Menschen einfacher, preiswerter oder zum Standard machst. Dafür kannst du die Rahmenbedingungen in deiner Umgebung (z.B. Schule, Arbeitsplatz, Verein oder Wohnviertel) verändern und dich politisch sogar bis auf die Landes-, Bundes- oder EU-Ebene engagieren.

Strukturveränderungen auf verschiedenen Ebenen

Handabdruck-Engagement setzt immer an Strukturen, Regeln, Rahmenbedingungen oder Gesetzen an, um Nachhaltigkeit bleibend und für viele Personen zu verankern. Alle können dabei helfen – und am besten klappt es gemeinsam in Gruppen: Schüler*innen können sich dafür einsetzen, dass an ihrer Schule nur noch saisonales und biologisches Essen angeboten wird. Mitglieder von Religionsgemeinschaften können dafür sorgen, dass die Geldanlagen der Gemeinde nur noch nachhaltig angelegt werden. Initiativen in Städten können erreichen, dass beim örtlichen Stromanbieter Ökostrom als Standardoption angeboten wird. Gesetze auf Bundesebene können Weichen für eine nachhaltigere Mobilität stellen. Oft können Nachhaltigkeitsprojekte, wenn sie in kleinem Maßstab erfolgreich umgesetzt wurden, im weiteren Verlauf auf größere Wirkungskreise übertragen werden (z.B. vom Verein zum Verband oder vom Quartier auf die ganze Stadt).

Quelle und weitere Infos unter www.germanwatch.org (url-Link)

Finde deinen Hebel für den Wandel

In unserem Handabdruck-Test führen 6 Fragen zu einem konkreten Vorschlag für eine Handabdruck-Aktion:

Dein möglicher Hebel für den Wandel!

Dabei wählst du zum Beispiel aus, zu welchem Thema und auf welcher Ebene du aktiv werden willst. Außerdem kannst du dabei deine Stärken reflektieren. Der Handabdruck-Vorschlag enthält dann die Beschreibung einer konkreten Handlungsmöglichkeit, Tipps zum strategischen Vorgehen und inspirierende Erfolgsbeispiele aus aller Welt.

Hier geht’s zum Test (url-Link)

Mit dem Germanwatch Hand Print den Wandel politisch wirksam gestalten

Wir wissen, dass wir einen Wandel hin zur Nachhaltigkeit brauchen. Wir wissen, warum wir ihn wollen. Wir haben genügend Ideen und Vorstellungen darüber, was sich ändern soll. Das Wissen und Bewusstsein über die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung ist in unserer Gesellschaft vorhanden, und dennoch ist konsequentes Verhalten nach diesem Prinzip eher selten und im Alltag nur schwer umzusetzen. Welche Ursachen stecken dahinter und wie können wir den Wandel aktiv vorantreiben? Oft werden in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und im Globalen Lernen die zugrundeliegenden strukturellen Rahmenbedingungen, die zukunftsfähige und nachhaltige Lebensweisen bisher verzögern oder verhindern, nicht ausreichend adressiert – obwohl dies der Anspruch einer transformativen BNE ist. Auf der UN-Weltkonferenz für BNE in Aichi-Nagoya (Japan) wurde im Dezember 2014 eine Erklärung verabschiedet, die unterstreicht, „dass BNE die Bildungsteilnehmer befähigt [to empower!], sich selbst und die Gesellschaft, in der sie leben, zu transformieren, […]“ (eigene Übersetzung, Aichi-Nagoya-Erklärung, Punkt 8). 

weitere Infos unter www.germanwatch.org (url-Link)
Den Guide als Download, pdf 2,3 MB (url-Link)

Finde deinen Hebel für Veränderung!

Ideen zur Vergrößerung Deines Handabdrucks gesucht?
Finde mit dem Handel-O-Mat Ideen, wie du den Wandel in Bewegung setzen kannst.

Wenn Du eine Handabdruck-Idee zusammengestellt hast, die zu Deinen Interessen und Deinem Umfeld passt, kannst Du diese bei Twitter, Instagram oder Facebook mit Deinen Freundinnen teilen und so Mitstreiterinnen finden.

zum Handel-O-Mat auf www.germanwatch.org (url-Link)

Rund um den Handabdruck hinaus werden über die Seite www.handabdruck.eu praktische Bildungsmaterialien und Fachpublikationen für Interessierte, Aktive sowie für Bildungsmultiplikator*innen angeborten (url-Link)


—  Aktiv werden mit den Christians for Future

Die Christians for Future (C4F) sind Christ:innen unterschiedlicher Konfessionen, ein Teil der globalen For-Future-Bewegung. Wir werden von Kirchenleitungen und der Öffentlichkeit als wichtiger Fürsprecher und Lobbyist der Schöpfung wahrgenommen. Es ist gelungen, den Begriff „Bewahrung der Schöpfung“ als christliche Kernbotschaft wieder in der Gesellschaft zu etablieren. So motiviert wurden überregionale Arbeitsgruppen der C4F gegründet, die u.a. eine „Checkliste Nachhaltigkeit in der Gemeinde“ entwickelt haben und die Vernetzung mit den Kirchenleitungen und der „Mittleren Ebene“ unterstützen.

Die enge Kooperation mit den anderen XFF-Gruppierungen und deren personelle Unterstützung stärkte die Zusammenarbeit. So werden die C4F als wichtige politische Kraft in der XFF-Bewegung wahrgenommen und deren Kernbotschaft wohlwollende wahrgenommen.

Weitere Infos auf (https://christians4future.org/)