Klimaaktivisten in Soest fordern mehr Realismus – Bewusstseins-Wandel kommt einfach zu langsam

Soester Anzeiger, 01.07.21

Der Entwurf des 4000 Seiten starken Berichts des Weltklimarates IPCC, erstellt durch 700 Autoren, zeichnen ein düsteres Zukunftsbild angesichts der immer spürbareren Auswirkungen des Klimawandels.

„Ich habe den Eindruck, dass hier bei uns trotz der klaren Analysen, trotz dieser apokalyptischen Szenarien noch viele Menschen die Augen zu machen“, sagt der Meeresbiologe Dr. Udo Engelhardt, Soester Klimaexperte. Weltweit zeichnen sich auf der einen Seite gewaltige Überschwemmungen, auf der anderen Seite Dürre ab; Hungersnöte in vielen Regionen sind die Folge. Selbst in Kanada werden aktuell 50°C Tagestemperatur gemessen und fordern viele Menschenleben.

„Wer einmal die Situation verstanden und akzeptiert hat, der kann auch wieder handeln.“ Allerdings verliere die Menschheit mit jedem Tag Untätigkeit einen wertvollen Tag zur Rettung des Klimas, so Udo Engelhardt.

„Das Umdenken kommt langsamer, als wir es brauchen“, sagt Joscha Ellersiek als Vertreter der Soester „Fridays for Future“-Ortsgruppe. Vera Neubauer als Mitbetreiberin der Internetseite „Klimaneutral in Soest“ sieht gerade jetzt auch den Einzelnen in der Pflicht. Mit unserem Engagement wollen wir Menschen erreichen, die schon am Thema dran sind und noch Infos brauchen“.

Quelle: Soester Anzeiger, 01.07.21

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