Kurschus über Folgen des Ukraine-Kriegs für Gesellschaft und Kirche

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Die EKD-Ratsvorsitzende im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst

Präses A. Kurschus

Der Krieg in der Ukraine stellt nach Worten der EKD-Ratsvorsitzenden Annette Kurschus auch die Gesellschaft hierzulande vor große Herausforderungen. Auf Dauer werde es nicht ausreichen, Mitgefühl zu zeigen und humanitäre Hilfe zu leisten, sagte Kurschus dem Evangelischen Pressedienst (epd). Auch die Kirche befinde sich angesichts des Krieges in einem „schmerzlichen Lernprozess“. Aufgabe der Kirche bleibe es, Menschen zu stärken, die sich für den Frieden einsetzten.

Kirchengemeinden bewähren sich als Hoffnungsgemeinschaften
Kirchengemeinden bieten Unterkünfte, sammeln Spenden und stellen Hilfstransporte auf die Beine. Das ist großartig. Und es macht deutlich, welch ein starkes und buchstäblich handfestes Potenzial der Glaube hat. Wir setzen viel Vertrauen in unablässige Gebete um Frieden.

Solidarität wird sehr konsequent gelebt werden müssen
Solidarität wird auch uns selbst in unserem Alltag einiges abverlangen. Jetzt gilt es, zusammenzuhalten – auch damit die teure Solidarität nicht auf die Knochen und auf Kosten derer geht, die jetzt schon zu wenig haben.

Es gibt keine Flüchtlinge erste und zweiter Klasse
Wir in den Kirchen werden alles dafür tun, dass die Geflüchteten, die schon bei uns sind, keine Nachteile dadurch haben, dass jetzt mehr und andere dazukommen. Hautfarbe oder Religion oder Kultur dürfen bei der Einschätzung von Not jedenfalls keinen Unterschied machen.

Waffen sind kein Mittel, um Frieden zu schaffen.
Waffen können zur Abschreckung von Aggressoren dienen, oder sie dienen zur Selbstverteidigung als letztes Mittel in einem solchen Krieg. Aber Waffenlieferungen gewährleisten nicht das Ende der Gewalt, sie können zu Kettenreaktionen führen, in denen die Beteiligten die Kontrolle verlieren. Wir können in dieser Situation keine weiße Weste behalten. Diese Lernerfahrung mache ich gerade.

Klimaschutz bleib auf der Tagesordnung
Zugleich zeigt sich, dass es durchaus von Vorteil ist, sich durch den Ausbau erneuerbarer Energien von russischem Gas unabhängig zu machen – das kann auch motivierend wirken. Wir werden jedenfalls sehr genau aufpassen, dass der Schutz des Klimas auf der Tagesordnung bleibt, auch wenn er aktuell nicht die Sc

Das vollständige Interview finden Sie auf ekd.de (url-link)

Rede der Ratsvorsitzenden der EKD Annette Kurschus anlässlich der Friedenskundgebung am 27.02.2022 in Berlin (pdf; url-Link)

EVANGELISCHE LANDESKIRCHE IN BADEN FRIEDEN & GERECHTIGKEIT

Die EKiBa hat einen Reihe von Stellungnahmen christlicher Organisationen zum Ukrainekrieg auf ihrer Website veröffentlich (url-Link)