MDG-Trendmonitor Religiöse Kommunikation 2020/21

Aktuelle Daten zur Mediennutzung erleichtern die kirchliche Medienarbeit

Die digitale Transformation ist auch für die kirchliche Medienarbeit einschneidend. Wie und welche Medien mit religiösen und kirchlichen Themen derzeit genutzt werden, zeigt eine aktuelle Studie. Der MDG-Trendmonitor – Religiöse Kommunikation 2020/21 gibt Auskunft über die Einstellung der Katholikinnen und Katholiken zu Kirche, Religion und Glaube, über ihre Mediennutzung,

Um die Menschen wieder stärker an die Kirche heranzuführen, bieten sich derzeit vor allem sozial- ökologische Themen, für die sich viele Katholiken interessieren, und das soziale Engagement der Kirche an:

  1. Sozialkaritatives Handeln wird in allen Milieus deutlich als Erwartung an die Kirche formuliert. Gleichzeitig hat die Kirche auch in allen Milieus Rückhalt bei ihrem karitativen Engagement und ihrem Einsatz für den Frieden. Soziale Gerechtigkeit gilt in allen Lebensweiten als ein äußerst interessantes Thema – und als ein Thema, zu dem die Kirche Stellung beziehen sollte. Mit diesem Thema kann die Kirche also punkten, ohne mit starken milieuspezifischen Streuverlusten in der Kommunikation rechnen zu müssen.
  2. Die Themen Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz werden ebenfalls in den meisten Milieus mehrheitlich als interessant eingestuft und sollten daher stärker aufgegriffen werden (z.B. im Diskurs um die menschliche Verantwortung für die Schöpfung) – hier sind vor allem die modernen Leitmilieus (Performer, Expeditive) und die sozialökologischen Milieus wichtige Kommunikationszielgruppen. Im Vergleich zu den oben genannten sozialen Themen sind allerdings weniger Katholiken der Meinung, dass die Kirche zu ökologischen Themen öffentlich Stellung beziehen sollte. Vor diesem Hintergrund der zweifelsfrei stetig steigenden Relevanz der Bewältigung ökologischer Herausforderungen sind wir der Ansicht, dass die Kirche auch dieses Thema stärker besetzen sollte.“ [MDG Trendmonitor, S. 378]


Der MDG-Trendmonitor ist eine Studie, die seit 1999 zum vierten Mal erarbeitet wurde. Im Sommer 2020 wurden für die Neuauflage 1.690 Katholikinnen und Katholiken ab 14 Jahren repräsentativ befragt. Die Studie wurde durchgeführt vom Institut für Demoskopie Allensbach und der Sinus Markt- und Sozialforschung GmbH im Auftrag der MDG Medien-Dienstleistung GmbH mit Unterstützung der Deutschen Bischofskonferenz.

„Der Trendmonitor ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung von Strategien und Konzepten für kirchliches Handeln und die Kommunikation von und über Kirche“, sagte Ariadne Klingbeil, Geschäftsführerin der MDG. Um die Vergleichbarkeit über die Jahre zu gewähren, knüpfen die Fragestellungen des neuen Trendmonitors an die Vorgänger-Studien an. Durch thematische Gewichtungen können auch aktuelle Veränderungen im kirchlichen und medialen Feld aufgezeigt werden. Insbesondere die digitale Transformation spielt im neuen Trendmonitor eine größere Rolle. Untersucht wurden unter anderem die Erwartungen an die katholische Kirche, das Image der katholischen Kirche, die Nutzung von digitalen Angeboten, die Themeninteressen bei digitalen
Angeboten, die Nutzung von E-Books oder die Attraktivität von Pfarr- und Verteilmagazinen.

Dt. Bischofskonferenz, 07.07.21, Pressemeldung (url-Link)

Ergänzende Hinweise
MDG-Trendmonitor Religiöse Kommunikation 2010, Kommentarband I, pdf (url-Link)
MDG-Trendmonitor Religiöse Kommunikation 2010, Kommentarband II, pdf (url-Link)

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