Die Zukunft junger Menschen geht uns alle an!

CC4F Soest zur Initiative „Gen Z regelt“

Wir als Christians & Churches for Future Soest teilen die Sorgen und Zukunftsängste junger Menschen. Die Initiative „Gen Z regelt“ macht deutlich, was viele junge Menschen bewegt: die Sorge um eine lebenswerte Zukunft, um soziale Sicherheit, gerechte Chancen, Frieden und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Diese Sorgen müssen wir ernst nehmen. Denn es geht nicht um Zukunftsängste allein, sondern um konkrete Herausforderungen, die politisches und gesellschaftliches Handeln erfordern.

Wir leben in einer Zeit vielfältiger Krisen: Klimakrise, Artensterben, Kriege, soziale Ungleichheit und wachsende Unsicherheit. Diese Krisen stehen nicht isoliert nebeneinander. Sie verstärken sich gegenseitig und werden vielfach durch ungerechte Verteilung von Ressourcen, Chancen und Verantwortung verschärft. Die Folgen tragen besonders diejenigen, die am wenigsten zu ihrer Entstehung beigetragen haben – weltweit und innerhalb unserer Gesellschaft. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit zwischen den Generationen und zwischen den Menschen weltweit.

Als CC4F Soest sehen wir deshalb viele gemeinsame Anliegen mit „Gen Z regelt“: konsequenten Klimaschutz, eine gerechte Verteilung gesellschaftlicher Lasten, soziale Sicherheit, Frieden und die Wahrung demokratischer Grundrechte. Wir teilen die Überzeugung, dass junge Menschen bei Entscheidungen, die ihre Zukunft betreffen, nicht nur gehört werden dürfen, sondern wirksame Mitsprache und Gestaltungsmöglichkeiten brauchen.

Aus christlicher Perspektive gehören Klimagerechtigkeit, Frieden, Menschenwürde und soziale Verantwortung untrennbar zusammen. Schöpfungsverantwortung bedeutet, für ein gutes Leben für alle einzutreten – heute und für kommende Generationen. Das ist kein Randthema kirchlichen Handelns, sondern ein Auftrag, der mitten ins gesellschaftliche Leben gehört.

Wir verstehen die Anliegen von „Gen Z regelt“ daher auch als Aufforderung an uns selbst: genauer hinzuhören, Verantwortung zu übernehmen, Bündnisse zu stärken und gemeinsam Veränderungen anzustoßen. Kirchen können dafür Orte der Begegnung, des Dialogs und der Mitgestaltung sein.

Die Zukunft junger Menschen geht uns alle an. Nehmen wir ihre Sorgen ernst – und gestalten wir gemeinsam eine lebenswerte, gerechte und friedliche Zukunft!